DJV auf den Jugendmedientagen

- Foto: Jugendpresse

- Foto: Ariane Funke
Bei den Jugendmedientagen der Jugendpresse Deutschland, die in diesem Jahr Mitte Juni in Hannover stattfanden, hat der DJV zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Datenschutz und Privatsphäre“ eingeladen. Außerdem war der DJV bei den Jugendmedientagen mit einem Messestand vertreten. Zur Podiumsdiskussion erschienen rund 80 angehende Journalistinnen und Journalisten. Interessant für sie war unter anderem die Frage, ob es in Ordnung war, in den Medien den Amokläufer von Winnenden abzubilden. Als sie darum gebeten wurden, ihre Meinung kund zu tun, gaben die meisten an, sie hätten aus moralischen Gründen das Täterfoto nicht veröffentlicht. Promi-Anwalt Prof. Dr. Matthias Prinz erläuterte auf dem Podium aber, dass es zumindest rechtlich kein Problem gewesen sei, das Foto zu zeigen. Dem stimmten auch die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser und Udo Röbel, ehemaliger Chefredakteur der Bild-Zeitung, zu. Der niedersächsische Datenschützer Joachim Wahlbrink ermahnte die jungen Zuhörer immer wieder, sich bewusst zu machen, wann bei ihrer Berichterstattung ein datenschutzrechtliches Problem auftreten kann. Diskutiert wurde auch darüber, ob und in welchen Fällen unter Umständen Bilder und Infos aus Facebook oder StudiVZ von Journalisten übernommen werden dürfen. Am DJV‑Stand konnten sich angehende Journalistinnen und Journalisten über ihre Chancen und Möglichkeiten in der Medienbranche informieren und sich Tipps holen, was es bei Praktika, im Studium und im Volontariat zu beachten gibt.
DJV-Fachtagung "24 Stunden Zukunft" auf der Festung Marienberg in Würzburg

Mit Mut voraus
Neuen Enthusiasmus und neues Engagement für den Journalistenberuf haben die rund 120 Teilnehmer der DJV-Fachtagung „24 Stunden Zukunft“ am 9. und 10. Mai 2009 in Würzburg gewonnen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betonte, dass er an die Zukunft des Journalismus glaube – allen Unkenrufen zum Trotz. Die Referenten ermutigten die Teilnehmer, die Herausforderungen nicht als Probleme, sondern als individuelle Chancen annehmen. Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit online, sensibilisierte die Teilnehmer zu Beginn für eine offenere Sichtweise der neuen Medien. Daran knüpfte eine Diskussion über neue Formate am zweiten Tag an. Eingeleitet wurde sie durch ein Impulsreferat von Prof. Christoph Fasel. Seine These: „Die neuen Formate verändern das journalistische Berufsbild. Es besteht die Gefahr, dass die Inhalte ins Hintertreffen geraten.“ Für die Zukunft sagte er dem Qualitätsjournalismus jedoch eine größere Bedeutung voraus, weil Leser, Zuschauer, Hörer und User künftig mehr Wert auf Orientierung durch die Medien legen dürften. In Workshops erfuhren die Teilnehmer mehr über ausgefeilte Interviewtechniken, Selbstmarketing und juristische Fallstricken in der journalistischen Praxis. Einigkeit bestand unter den Teilnehmern der DJV-Fachtagung, dass gerade in der gegenwärtigen Krise journalistische Qualität gefragt sei.
Weitere Infos finden Sie in unserem Flyer 24 Stunden Zukunft
Pressemitteilung vom 10. Mai 2009: Chance liegt in Qualität
Pressemitteilung vom 9. Mai 2009: Enthusiasmus für den Journalismus
DJV zeigte Flagge auf Jugendmedientagen 2008 in Mainz

- Foto: Jugendpresse
Volles Programm für den DJV auf den Jugendmedientagen Ende Oktober 2008 beim ZDF in Mainz: Rund 120 angehende Journalistinnen und Journalisten kamen zur DJV-Podiumsdiskussion am 31. Oktober zum Thema „Medienethik“. Auf dem Podium stellten sich Jörg Prostka (DJV-Bundesvorstand), Nikolaus Brender (ZDF), Lutz Tillmanns (Deutscher Presserat), Dr. Volker Lilienthal (epd medien), Birgit Guth (Super RTL), Jörg Schumacher (Neue Post) und Gerrit Bastian Mathiesen (Jugendpresse Deutschland) den Fragen der jungen Leute. Es ging um die Bedeutung des Pressekodex, die Primetime-Formate bei Super RTL, die Berichterstattung über das Privatleben von Prominenten und nicht zuletzt um die Auswahl von Bildern aus Krisengebieten, die im deutschen Fernsehen gesendet werden. Der DJV war außerdem auf der Medienmesse bei den Jugendmedientagen vertreten. Die Jugendmedientage wurden von der Jugendpresse Deutschland organisiert.






