Betriebsratswahl am 14. März 2006

Ergebnisse der Wahl

Im Gegensatz zu vorherigen Wahlen liefen die Wahlergebnisse nur schleppend ein, und komplette Wahlergebnisse liegen bislang nur aus rund 260 Betrieben vor. Diese Zahl ist zu gering, um eine verlässliche Aussage über das Abschneiden von DJV und ver.di sowie nicht organisierten Redakteuren/Redakteurinnen treffen zu können. Die folgende Statistik ist also mit diesen Einschränkungen zu bewerten. 

Für den DJV verzeichnet die Statistik eine erfreuliche Tendenz; denn im Verhältnis zur Betriebsratswahl 2002 konnte der DJV die Anzahl seiner Mandate um 5,2 Prozent steigern. In den ausgezählten Betrieben erreichte der DJV rund 21 Prozent aller vergebenen Mandate bzw. knapp 57 Prozent aller Mandate, die von Redakteuren erreicht wurden. Die dju musste in diesen Betrieben einen Verlust von 5,4 Prozent hinnehmen und errang 9,5 Prozent aller Mandate. Insgesamt ging die Anzahl der Mandate um 4,3 Prozent zurück; der Arbeitsplatzabbau bzw. die Spaltung von Betrieben ist der Grund für diesen Rückgang. Gleichwohl konnten die Redakteure ihren Anteil im Verhältnis zur letzten Wahl um sechs Prozent steigern. Die größten Steigerungsraten verzeichneten allerdings die nichtorganisierten Redakteure und Redakteurinnen. Im Verhältnis zur letzten Wahl erreichten sie ein Plus von über 36 Prozent und errangen 6,9 Prozent aller Mandate bzw. 18,2 der an Redakteure vergebenen Betriebsratsmandate. Bestätigt wurden zwei Tendenzen vergangener Betriebsratswahlen: Nämlich rund ein Drittel der DJV-Mitglieder, die nunmehr als Betriebsräte agieren, haben dieses Amt zum ersten Mal inne; und die Listenwahl führt nach wie vor ein Schattendasein; sie wurde nur in rund sieben Prozent aller Fälle angewandt; das heißt in über 90 Prozent der Fälle wurden in den Betrieben Persönlichkeiten gewählt.

 

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