Thema des Tages

Gefährliches Blubbern im Sachsensumpf

29. Jul. 2010 – Welchen Stellenwert die Pressefreiheit im Freistaat Sachsen hat, wie die Justiz auf kritische Berichterstattung reagiert, beschäftigt derzeit das Amtsgericht Dresden. Zwei freie Journalisten müssen sich für ihre Recherchen zum sogenannten Sachsensumpf verantworten, einem fast undurchdringlichen Geflecht aus Immobilienskandal, Prostitution und Korruption. Vorgeworfen wird ihnen bereits die Art der Fragestellung im Zuge ihrer Recherchen. Hier sollen zwei Kollegen mundtot gemacht werden, die Licht ins Dunkel zwielichtiger Geschäfte bringen wollten. Dafür sprechen auch die Anträge von Staatsanwaltschaft und Nebenklägern: 150 Tagessätze à 40 Euro verlangt die Staatsanwaltschaft als Strafe, die Nebenkläger, zwei sich in ihrer Ehre verletzt fühlende Richter, wollen die beiden Journalisten gar hinter Schloss und Riegel sehen. Am 13. August wird mit dem Urteil gerechnet.
 

Kommentare

Zu diesem Thema gibt es noch keinen Kommentar