Dokumentation
DJV-Fachtagung "Zukunft des Rundfunks: Qualität"
3./4. September 2007, IFA Berlin
Schlusswort:
Lothar Kaiser (Vorsitzender DJV-Fachausschuss Rundfunk)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren.
Jetzt kommt das soeben von Peter Frey schon angekündigte Schlusswort. Nach zwei solchen Tagungstagen jetzt ein Resümee in eins dreißig zu ziehen, das fällt mir als Journalist nicht nur schwer, das kann ich nicht. Manches von dem, was wir hier gehört haben, war ziemlich schwere Kost, Wert auch, nachgelesen zu werden. Deswegen werden wir , Hinweis an alle, die hier sind und sich dafür interessieren, auch eine Dokumentation mit den Reden im Internet zusammenstellen. Da können Sie das dann tun. Was wir heute gehört haben, war weitgehend auch in die Zukunft gerichtet, hatte auch etwas Visionäres. Erlauben Sie mir trotzdem, jetzt noch mal den Blick zu werfen, auf den Maschinenraum, von dem ich gestern zu Anfang gesprochen habe, und einige Punkte aus den Diskussionen aufzugreifen, die dem Fachausschuss Rundfunk sehr wichtig sind. Da ist zum einen die problematische Vermischung von Werbung und Programm. Ich finde, wir brauchen schärfere Rechtsgrundlagen, um der Vermengung vorzubeugen. Und wir brauchen vernünftige Arbeitsbedingungen, denn nur Redaktionen, die ihren Aufgaben entsprechend personell und finanziell ausgestattet sind, haben keinen Grund auf Beiträge zurückzugreifen, die gegen journalistische Grundsätze verstoßen.
Journalisten brauchen auch Zeit für Recherche und Gegenrecherche. Hindernisse können aus der Sicht des DJV-Fachausschusses Rundfunk aber nicht nur die personellen und die finanziellen Verhältnisse sein, sondern auch die Programmstrukturen - und das in manchen Redaktionen inzwischen ungeschrieben geltende Gesetz "Aktualität vor Gründlichkeit". Ohne sorgfältige Recherchen verliert der Journalismus auf Dauer seine Glaubwürdigkeit. Ich danke nun allen, die am Zustandekommen dieser Tagung beteiligt waren - vor und hinter den Kulissen. Ich danke unseren Gästen auf dem Podium für ihre Diskussionsbereitschaft und Ihnen meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen für nachdenkenswerte Diskussionsbeiträge. Hinweisen möchte ich noch auf den Bewertungsbogen in Ihren Tagungsunterlagen. Der Fachausschuss möchte Ihre Meinung wissen, um dann beim nächsten Mal noch bessere Tagungen veranstalten zu können. Das gilt auch für die Repräsentanz der Medienfrauen. Und wenn Sie jetzt noch was auf die Ohren haben wollen, draußen wartet nun wirklich die schöne neue Medienwelt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag auf der IFA, ich wünsche allen eine gute Heimreise und ich wünsche Ihnen noch, damit haben wir ja auch diese Tagung begonnen, Guten Appetit bei einem Imbiss.






