12a-Tarifvertrag

Höhere Honorare für Freie

24. Nov. 2008 – Der Deutsche Journalisten-Verband und ver.di haben mit dem BDZV Honorarerhöhungen für die arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen vereinbart, die mit dem Gehaltsabschluss der Zeitungsredakteure vergleichbar sind. Die Tarifparteien einigten sich am heutigen Montag nach mehrstündigen Verhandlungen darauf, dass die Freien auf der Grundlage des 12a-Tarifvertrags ab Dezember 2,4 Prozent mehr Honorar erhalten, weitere plus 1,6 Prozent ab Mai 2009.
Die erste Zahlung von 2,4 Prozent mehr Honorar erfolgt im Dezember 2008 - einen Monat später als die erste um 2,4 Prozent erhöhte Gehaltszahlung für Redakteure, da eine frühere Auszahlung in der Praxis zu Schwierigkeiten führen könnte. Die Erhöhung um 1,6 Prozent bekommen die Freien allerdings schon fünf Monate früher als die Zeitungsredakteure. Dies wurde vereinbart, um die Einmalzahlung von 0,6 Prozent eines Bruttomonatsgehalts auszugleichen, die nur Redakteure im Dezember 2008 erhalten. Insgesamt konnte so ein vergleichbares Volumen erzielt werden.
„Es war nicht einfach, in der vom BDZV in Anspruch genommenen Wirtschaftskrise ein Ergebnis für die Freien zu erzielen, das sich am Gehaltsabschluss der Zeitungsredakteure orientiert“, erklärte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff. „Ich bin froh, dass uns das gelungen ist. Wir wissen, wie wichtig die freien Journalisten für die Arbeit an Redaktionen sind.“
Der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission wird am kommenden Mittwoch, 26. November, in Hannover über den Tarifabschluss beraten. Die Erklärungsfrist des Abschlusses endet am 8. Dezember.

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