Steuern - Teil 3

Was hat es mit der "Abschreibung" auf sich?

Werden Arbeitsmittel angeschafft, die mehr als 400 Euro kosten, so können sie nicht im laufenden Jahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Derartige Gegenstände müssen "abgeschrieben" werden, das heißt, die Anschaffungskosten werden auf mehrere Jahre verteilt. Auf wieviele Jahre sie genau verteilt werden müssen, ist der sogenannten "AfA-Tabelle" (AfA = Abschreibung für Abnutzung) zu entnehmen, die das Finanzamt führt. Eine Änderung (Reduzierung auf lediglich 150 Euro) ist von der Bundesregierung für das Jahr 2008 beabsichtigt.

Ich arbeite eigentlich meistens in meiner eigenen Wohnung. Ich habe dort ein Arbeitszimmer. Kann ich die anteiligen Zimmerkosten nicht als Betriebsausgaben geltend machen?

Ausgaben für ein Arbeitszimmer werden nur dann als Betriebsausgaben anerkannt, wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist, d.h. ihr wesentlicher Ausübungsort.  Wann das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, wird vom Finanzministerium sehr streng beurteilt. Nach seiner Meinung ist das Arbeitszimmer bei solchen Leuten nicht der Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit, die oft oder ständig im Außendienst tätig sind. Während bei selbständigen freien Journalisten im Allgemeinen das Arbeitszimmer anerkannt wird, müssen freie Bildjournalisten hier öfter mit Schwierigkeiten rechnen.

Wann ist die Einkommensteuervorauszahlung zu leisten?

Der Steuerpflichtige hat am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer zu entrichten, die er für den laufenden Veranlagungszeitraum voraussichtlich schulden wird.

Wenn ich Einkommen- und Umsatzsteuervorauszahlungen leiste, muss ich dann noch jeweils jährliche Einkommensteuer- und Umsatzsteuererklärungen abgeben?

Ja. Denn oft stellt sich in der jährlichen Abrechnung heraus, dass Einkommen und Umsatz höher waren als aus den monatlichen Voranmeldungen ersichtlich. Dann wird eine Abschlusszahlung gegenüber dem Finanzamt fällig.

Wann sind die Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer zu zahlen?

Der Gewerbesteuerschuldner hat am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November Vorauszahlungen zu entrichten. Wenn die Steuerpflicht erst im Laufe des Kalendervierteljahres begründet wird, entsteht sie mit Begründung der Steuerpflicht. Wer sein Unternehmen also erst am 15. Juni gründet, muss an diesem Tag die Gewerbesteuervorauszahlung leisten.

Wie hoch sind die Gewerbesteuervorauszahlungen?

Die Höhe der Vorauszahlung hängt davon ab, wieviel der Steuerschuldner im vorausgegangenen Kalenderjahr verdient hat. Sie beträgt grundsätzlich ein Viertel der Steuer, die sich bei der letzten Veranlagung ergeben hat.

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