Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Fragen und Antworten

Foto: imago, INSADCO
Schild mit Fragezeichen, Menschen im Hintergrund

Hinweis

Die "Fragen und Antworten" dienen zur einfachen Grundinformation und werden nicht tagesaktuell redigiert.

Allgemein

Ich war bis zu meiner Kündigung immer Angestellter. Jetzt ist mir von einer Computerzeitschrift eine Stelle als "freier Mitarbeiter" angeboten worden. Was ist das?

Freie Mitarbeit - das kann sehr viel und sehr wenig heißen. Damit sind  selbstständige Journalisten gemeint, die ihre Texte oder Bilder wie Unternehmer vermarkten. Manche freien Mitarbeiter erledigen allerdings die gleiche Arbeit wie Angestellte - ihr Arbeitgeber will lediglich Geld sparen. Denn für freie Mitarbeiter muss er keine oder weniger Sozialbeiträge zahlen. Außerdem gibt es keinen gesetzlichen Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mutter- und Schwerbehindertenschutz, Erziehungsurlaub, Kündigungsschutz oder betriebliche Mitbestimmung. Gegen eine solche Scheinselbstständigkeit kann aber juristisch vorgegangen werden. Rechtsschutz gibt es beim DJV.

Ich habe eine Stelle als "fester Freier" angeboten bekommen. Ist das nicht besser?

Meistens bedeutet das "fest" nur, dass Sie nicht als Tagelöhner arbeiten werden, sondern einen Vertrag mit monatlicher Pauschale und Kündigungsfristen (manchmal bis zu drei Monate) bekommen. Bei einigen Verlagen gibt es manchmal sogar Urlaub und Urlaubsgeld, Zahlungen im Krankheitsfall und ein 13. Monatshonorar.

Ich soll als "Pauschalist" arbeiten. Ist das denn besser?

Auch hier gibt es keine festen Regeln. Meistens bedeutet diese Bezeichnung nur, dass man Sie nicht nach veröffentlichter Zeile oder abgedrucktem Foto bezahlt, sondern Ihnen einen monatlichen Festbetrag garantiert.

Wann bin ich als arbeitnehmerähnlicher freier Journalist einzustufen?

Das ist der Fall, wenn Sie wirtschaftlich abhängig und vergleichbar einem Arbeitnehmer sozial schutzbedürftig sind und die dem Verlag geschuldeten Leistungen persönlich und im wesentlichen ohne Mitarbeit von Dritten erbringen. Wirtschaftlich abhängig dabei ist nur, wer für Text- und Bildbeiträge für einen Verlag mindestens ein Drittel des Entgeltes erzielt, das ihm für seine Erwerbstätigkeit insgesamt zusteht. Sozial schutzbedürftig ist nur, wer auf die Einkünfte aus journalistischer Tätigkeit zur Sicherung seiner wirtschaftlichen Existenz angewiesen ist.

Was für unmittelbare Rechte habe ich als arbeitnehmerähnlicher Journalist?

Anspruch auf bezahlten Urlaub. 24 Arbeitstage im Jahr. Das ist ein unabdingbarer gesetzlicher Anspruch, d.h. unabhängig davon, ob sie mit dem Verleger oder Ihrem Sender darüber gesprochen haben. Selbst wenn sie einen Vertrag ohne Urlaub abgeschlossen haben, können sie den Anspruch wahrnehmen.

Ich habe gehört, dass es auch Tarifverträge für freie Journalisten gibt. Wie kann das sein?

Der Gesetzgeber hat in § 12 a Tarifvertragsgesetz die Möglichkeit eröffnet, dass für freie Journalisten, die als arbeitnehmerähnlich anzusehen sind, Tarifverträge abgeschlossen werden können. Um als "arbeitnehmerähnlich" zu gelten, muss ein Journalist ein Drittel seiner Bezüge von nur einem Arbeitgeber beziehen. Er muss dazu wirtschaftlich abhängig und sozial schutzbedürftig sein.

In welchen Bereichen gibt es Tarifverträge für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten?

An Tageszeitungen und an öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gibt es diese. Der Tarifvertrag für freie arbeitnehmerähnliche Journalisten an Tageszeitungen gilt allerdings weder in Hessen noch den neuen Bundesländern.

Wenn die Voraussetzungen für Arbeitnehmerähnlichkeit bei mir vorliegen, kann ich damit die Rechte aus dem Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen in Anspruch nehmen?

Nur wenn Sie Ihrem Verleger vorher mitgeteilt haben, dass Sie sich als arbeitnehmerähnlicher freier Journalist einstufen und sechs Monate lang dort tätig waren, können Sie diese Rechte auch in Anspruch nehmen.

Ich arbeite seit 20 Jahren bei einer Tageszeitung als "Pauschalist". Mein Honorar hat sich seit 13 Jahren nicht mehr verändert. Als ich den Chefredakteur neulich darauf angesprochen habe, sagte er, der Verlag befinde sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage und könne deswegen keine Honorarerhöhungen vornehmen. Was kann ich dagegen tun?

Das hängt von Ihrem rechtlichen Status ab. Entweder sind Sie klassischer freier Mitarbeiter, arbeitnehmerähnlicher Journalist oder aber sogar Arbeitnehmer. Als klassischer freier Journalist können Sie grundsätzlich auf Ihren gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung hinweisen. Und angemessen ist sicherlich nicht, wenn das Honorar nicht einmal der Erhöhung der Lebenshaltungskosten angepasst wird, zumal über Jahre.

Sind Sie arbeitnehmerähnlicher freier Journalist und Ihr Arbeitgeber ist tarifgebunden, so können Sie die Rechte aus dem Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten an Tageszeitungen geltend machen, vorausgesetzt, Sie haben Ihrem Verleger mitgeteilt, dass Sie als Arbeitnehmerähnlicher einzustufen sind.

Sollten Sie als Arbeitnehmer anzusehen sein, könnten Sie gegenüber der Zeitung die Ansprüche aus dem Gehaltstarifvertrag geltend machen. Natürlich müssten sie dann auf Festanstellung klagen.

Mehr zum Thema Freie im DJV-Handbuch für Freie.

Sozialversicherung

Sozialversicherung - Künstlersozialkasse

Muss ich mich als selbstständiger Journalist privat versichern?

Ganz im Gegenteil. Sie müssen sich nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) bei der Künstlersozialkasse (KSK, www.kuenstlersozialkasse.de) anmelden. Die KSK ist die Einzugsstelle für die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung von Künstlern und Publizisten.

Selbstständige Journalisten zahlen dabei nur die Hälfte des üblichen Beitragsssatzes. Unter das Künstlersozialversicherungsgesetz fallen alle Künstler oder Publizisten, die selbstständig und nicht nur vorübergehend erwerbstätig sind und im wesentlichen im Inland arbeiten. Nicht versichert ist in der Regel, wer wie ein Unternehmer mehr als einen Arbeitnehmer beschäftigt oder gewisse Mindestverdienstgrenzen nicht erreicht (2006: 3900 Euro jährlich bzw. 325 Euro monatlich). Diese Grenze gilt allerdings nicht für Berufsanfänger, sie können noch weniger verdienen.

Sie können sich allerdings von der Versicherungspflicht unter bestimmten Bedingungen befreien lassen und sich dann privat versichern. Das gilt jedenfalls für den Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung; von der gesetzlichen Rentenversicherung ist eine Befreiung allerdings nicht möglich.

Ich arbeite seit zwei Jahren öfter beim X-Rundfunksender. Der Sender bezeichnet mich als "freien Mitarbeiter". Dennoch zieht er mir vom Honorar Lohnsteuer und Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ab. Wie kann das sein?

Dieser Honorarabzug bedeutet, dass Ihr Arbeitgeber Sie zumindest in steuer- und sozialrechtlicher Hinsicht als Arbeitnehmer einstuft. Das macht er deswegen, weil Finanzamt und zuständige Sozialversicherungsträger die Medienunternehmen genauer kontrollieren. Allerdings ist es diesen Prüfern gleichgültig, ob Sie auch in arbeitsrechtlicher Hinsicht korrekt als Arbeitnehmer eingestuft sind. Wenn Sie als Arbeitnehmer eingestuft wären, so hätten Sie ja auch Anspruch auf Tariflohn für, Kündigungsschutz oder zum Beispiel Erziehungsurlaub. Weil es bei den Betriebsprüfungen nicht um arbeitsrechtliche Einstufungen geht, werden Sie von Ihrem Arbeitgeber als "freier Mitarbeiter" oder Arbeitnehmerähnlicher behandelt. Immerhin gibt es an vielen Sendern auch Tarifverträge für Arbeitnehmerähnliche.

Sie können natürlich versuchen, beim Arbeitsgericht zu klagen, damit dort festgestellt wird, dass Sie - auch in arbeitsrechtlicher Hinsicht - Arbeitnehmer sind. Dann hätten Sie z.B. Anspruch auf Tariflohn.

Ich bin über die Künstlersozialkasse kranken-, pflege- und rentenversichert. Wenn der X-Rundfunksender von meinem Honorar auch noch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung abführt, zahle ich doch doppelt. Wie kann das sein?

In der Zeit, in dem Ihr Arbeitgeber Beiträge zur Sozialversicherung für Sie abführt, ruht Ihre Beitragspflicht in der Künstlersozialkasse. Sie sind für diesen Zeitraum also nur über Ihren Arbeitgeber versichert. Da die Beiträge für die Sozialversicherung jeweils monatsweise eingezogen werden, sind Sie also für einzelne Monate nicht in der Künstlersozialkasse beitragspflichtig.

Dennoch kann es passieren, dass die Künstlersozialkasse Ihre Beiträge auch dann einzieht, wenn gleichzeitig von Ihrem Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge für Sie abgeführt werden. Das passiert meistens, weil Sie selbst der Künstlersozialkasse nicht mitgeteilt haben, dass Sie mit einem Geschäftspartner zusammenarbeiten, der Sie als Arbeitnehmer einstuft.

In diesem Falle haben Sie jedoch einen Anspruch darauf, dass die Künstlersozialkasse Ihnen die doppelt gezahlten Beiträge zurückzahlt. Manchmal bemerkt die Künstlersozialkasse aufgrund von Meldungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte diese Doppelversicherung; sicherheitshalber sollten Sie aber selbst jeweils der Künstlersozialkasse mitteilen, dass Ihr Geschäftspartner Sie sozialversichert hat. Dann wird die Künstlersozialkasse die von Ihnen zu Unrecht erhobenen Beiträge zurückerstatten.

In Sonderkonstellationen ist eine Doppelversicherung allerdings zulässig und auch ratsam. Darüber informiert ein DJV-Info.

Sozialversicherung - feste Freie im Rundfunk und anderswo

Ich arbeite als "freie Mitarbeiterin" beim Sender Z. Immerhin bin ich auch als arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiterin nach dem § 12a Tarifvertragsgesetz anerkannt, das heißt, ich bekomme den Tariflohn für arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiter. Der Sender führt für mich auch Beiträge an die Arbeitslosenversicherung ab. Ich befürchte allerdings, dass ich dann, wenn ich arbeitslos werden sollte, Probleme habe, Geld vom Arbeitsamt zu bekommen, denn das Arbeitsamt wird doch sicherlich sagen, daß ich eine "freie Mitarbeiterin" war. Was ist mir zu raten?

Sie können bei der Bundesanstalt für Arbeit eine verbindliche Auskunft darüber beantragen, ob Sie auch von ihr als Arbeitnehmerin eingestuft werden. Diesen - formlosen - Antrag müssen Sie über Ihre Krankenkasse oder Ihren Rentenversicherungsträger einreichen. Da es mit Sicherheit einige Krankenkassen gibt, denen diese Möglichkeit nicht bekannt ist, sollten Sie in dem Begleitbrief für Ihre Krankenkasse notieren, dass dieser Antrag von der Krankenkasse an die Bundesanstalt für Arbeit weiterzuleiten ist. Wenn die Bundesanstalt für Arbeit Sie tatsächlich als Arbeitnehmerin einstuft, ist sie für fünf Jahre an diese Entscheidung gebunden. Sollten Sie also nach dieser Entscheidung arbeitslos werden, dürfen Ihnen Ihre Ansprüche nicht deswegen verweigert werden, weil Sie "freie Mitarbeiterin" waren.

Ich bin sogenannter "fester Freier" bei einem Zeitschriftenverlag. In meinem Vertrag steht ausdrücklich drin, dass ich selbstständig bin. Ich arbeite aber ganz normal in der Redaktion der Zeitschrift, bin an die Vorgaben meines Chefs gebunden und habe auch ansonsten keine selbstständige Position. Beiträge zur Sozialversicherung werden von meinem Arbeitgeber nicht abgeführt. Ich bin allerdings freiwillig beim Presseversorgungswerk versichert. Mit dem Status quo bin ich eigentlich zufrieden. Ich möchte gar kein Arbeitnehmer werden. Geht das?

Sie sind Arbeitnehmer, auch wenn Ihr Arbeitgeber auf dem Papier etwas anderes mit Ihnen vereinbart hat. Im Falle einer Betriebsprüfung käme es nicht auf die schriftlichen Vereinbarungen an, sondern auf die tatsächliche Durchführung des Vertragsverhältnisses. Und weil sie nach Ihren Angaben wie ein Arbeitnehmer in dem Betrieb arbeiten, müsste Ihr Arbeitgeber auch die Sozialversicherungsbeiträge für Sie abführen. Es ist allerdings die Pflicht des Arbeitgebers, sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer bei den Behörden zu melden. Wenn Ihr Arbeitgeber dies unterlässt, trifft ihn in erster Linie die Haftung. Sollte er also eines Tages von den Behörden zur nachträglichen Zahlung von Beiträgen in Anspruch genommen werden, könnte er Ihnen nur für die Dauer von drei Monaten einen Teil der von ihm an die Behörden zu zahlenden Beiträge vom Gehalt abziehen, wobei er Ihnen etwa den Sozialhilfesatz belassen müsste.

Mehr zum Thema Scheinselbstständigkeit in unserem Ratgeber Scheinselbstständig.

Sozialversicherung - Scheinselbständigkeit & Sozialversicherung

Ich bin freie Journalistin und arbeite hauptsächlich nur mit einer Tageszeitung zusammen. Ich arbeite allerdings vollkommen selbstständig, recherchiere sämtliche Beiträge selbst und werde auch nicht in Dienstplänen aufgeführt. Ob ich an einzelnen Tagen arbeite oder nicht, ist der Redaktion im Grunde egal. Ich kann kommen und gehen, wann ich will. Ich habe gehört, dass ich mich als arbeitnehmerähnliche Selbstständige rentenversichern müsste. Ist das zutreffend?

Ja und nein. Falsch ist die Information, weil das im Jahr 1999 eingeführte Gesetz für echte Selbstständige nichts ändert. Die spezifische Rentenversicherungspflicht für Arbeitnehmerähnliche trifft nicht die arbeitnehmerähnlichen freien Journalisten, weil arbeitnehmerähnliche freie Journalisten schon vor 1999 in der Künstlersozialkasse versichert waren (Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung) und das auch nach 1999 so geblieben ist. Sie müssten sich also bei der Künstlersozialkasse melden, weil Sie eine selbstständige freie Journalistin sind.

Ich bin sogenannte "arbeitnehmerähnliche" Journalistin an einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Ich arbeite dort in einer Redaktion an etwa 40 Stunden in der Woche. Meine Tätigkeit unterscheidet sich in nichts von der einer Arbeitnehmerin. Ich bin in festen Dienstplänen aufgeführt, meine tägliche Anwesenheit wird fest erwartet und wenn ich Aufträge "ablehnen" würde, käme natürlich sofort die Kündigung. Gelte ich als arbeitnehmerähnliche Selbstständige im Sinne der Sozialversicherung?

Die öffentlich-rechtlichen Sender betrachten viele Mitarbeiter/innen nicht als Arbeitnehmer, sondern als Freie oder aber arbeitnehmerähnliche Personen. Der Begriff arbeitnehmerähnlich wird von ihnen allerdings arbeitsrechtlich gemeint, d.h. dass die Mitarbeiter immerhin unter Tarifverträge fallen, die denen von Arbeitnehmern ähnlich sind. Nicht gemeint ist damit, dass man in irgendeiner Weise unter die Rentenversicherungspflicht für arbeitnehmerähnliche Selbstständige fällt. Allerdings versichern viele Anstalten die von ihnen als arbeitnehmerähnlich bezeichneten Mitarbeiter in der Sozialversicherung als Beschäftigte - also letztlich wie Arbeitnehmer. Und damit auch in der Rentenversicherung.

Mir wurde gerade ein Vertrag als Pauschalistin bei einer Tageszeitung angeboten. Jetzt entnehme ich Ihrem Artikel, dass ich als scheinselbstständig anzusehen bin, weil ich in Wirklichkeit Arbeitnehmerin bin. Raten Sie mir, die Stelle anzunehmen?

Wenn Sie bisher keine andere journalistische Anstellung haben und aus der Arbeitslosigkeit oder einer vergleichbaren Situation (Volontariat, Studium etc.) kommen, sollten Sie das Angebot ohne weitere Diskussion wahrnehmen. Die Erfahrung lehrt, dass ein Arbeitgeber, der auf das Thema Scheinselbstständigkeit angesprochen wird, den Bewerber nicht einstellen wird. Sobald Sie für den Arbeitgeber tätig sind, können Sie Kontakt mit dem Betriebsrat oder dem DJV aufnehmen und über das weitere Vorgehen beraten. Der Betriebsrat kann für Sie ein Eingruppierungsverfahren einleiten, mit dem Ihre Arbeitnehmereigenschaft festgestellt wird und damit auch tarifvertragliche oder firmenübliche Gehälter zu zahlen sind. Außerdem können Sie selbst eine Festanstellungsklage beim Arbeitsgericht mit Hilfe des DJV einreichen. Vorher sollte man sich jedoch ausführlich beraten lassen.

Ich halte mich ebenfalls für scheinselbstständig. Welche Rechte habe ich eigentlich als Scheinselbstständige?

Scheinselbstständige haben die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer, weil sie in juristischer Hinsicht Arbeitnehmer sind. Sie genießen also beispielsweise Kündigungsschutz, Mutterschutz und haben auch den gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch. Weiterhin haben Sie Rechte auf tarifvertragliche Leistungen wie etwa Urlaubsgeld und Jahresleistung. Außerdem genießen Sie den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Schutz wie Arbeitnehmer, auch wenn Ihr Arbeitgeber gar kein Geld eingezahlt hat. Die Beträge werden dann von den Behörden beim Arbeitgeber nachgefordert. Wenn Sie also auf dem Weg zur Arbeit einen Arbeitsunfall haben, stehen Sie auch als Scheinselbstständige unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung und können von dort Leistungen beanspruchen. Wenn Sie 12 Monate bei Ihrem Auftraggeber als Scheinselbstständige gearbeitet haben, können Sie auch Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt beantragen. Schließlich können Sie jederzeit, auch nachträglich und nach Ende der Tätigkeit als Scheinselbstständige bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, dass Ihnen die Zeit als Scheinselbstständige für die Rentenversicherung anerkannt wird, so dass dies auch in die Rentenberechnung eingeht. Natürlich bekommen Sie alle diese Rechte meist nur auf dem Klagewege.

Mehr zum Thema "Sozialversicherung" im DJV-Handbuch für Freie.

Steuern

Steuern - Einkommen- und Umsatzsteuer

Welche Steuern muss ich als freier Journalist eigentlich zahlen?

Einkommensteuer und Umsatzsteuer.

Ich habe von freien Journalisten gehört, die Gewerbesteuer zahlen mussten und denen der Auftraggeber Lohnsteuer vom Honorar abgezogen hat. Wie kann das denn sein?

Freie Journalisten sind oft nicht nur im eigentlichen journalistischen Bereich tätig, sondern auch im PR-Bereich. PR-Arbeit gilt jedoch in einigen Fällen als gewerblich und unterliegt damit ab bestimmten Ertragsgrenzen der Gewerbesteuer. Wer seine gewerblichen Einkünfte nicht klar von den freiberuflichen Einnahmen getrennt in seiner Buchhaltung führt, riskiert übrigens, dass die gesamten Einnahmen vom Finanzamt als gewerblich angesehen werden.

Lohnsteuer wird denjenigen Journalisten vom Honorar abgezogen, deren Arbeitgeber davon ausgeht, dass diese Journalisten keine freien Unternehmer sind, sondern seine Arbeitnehmer.

Wieso werde ich als Arbeitnehmer eingestuft? Ich will einfach ein selbstständiger Journalist sein und mein komplettes Honorar bekommen!

Wer Arbeitnehmer ist, bestimmt sich nach dem Willen des Gesetzgebers und nicht nach dem Willen des Journalisten. Der Gesetzgeber meint, dass alle diejenigen, die in einem persönlichen Abhängigkeitsverhältnis bei einem Geschäftspartner arbeiten und in dessen Betrieb eingegliedert sind, Arbeitnehmer sind. Wer als freier Journalist also in einem Geschäftsverhältnis mit einem Partner steht, in dessen Betriebsablauf er eingespannt ist, ohne wie ein Unternehmer frei disponieren zu können, kann kein Unternehmer sein. Allerdings gibt es hier viele Sonderfälle und Streitpunkte. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich damit Arbeits-, Sozial- und Steuergerichte.

Mir sind steuerliche Fragen zu kompliziert. Kann ich die Rechnungen nicht einfach ohne Umsatzsteuer stellen?

Freie Journalisten, die als Kleinunternehmer anzusehen sind, brauchen keine Umsatzsteuer zu zahlen. Als Kleinunternehmer gilt derjenige Unternehmer, dessen Vorjahresumsatz 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen wird. Wer neu anfängt, gilt im ersten Jahr bei einem Umsatz von bis zu 17.500 Euro als Kleinunternehmer. Alle anderen freien Journalisten müssen jedoch Umsatzsteuer zahlen.

Ich habe gehört, dass freie Journalisten sieben Prozent Umsatzsteuer und nicht 19 Prozent wie andere Berufsgruppen berechnen dürfen. Ist das generell richtig?

Ja und nein. Die sieben Prozent Umsatzsteuer dürfen nur auf journalistische Leistungen erhoben werden. Erbringt der Journalist zusätzlich zu seiner journalistischen Arbeit sogenannte Hilfsleistungen, wie zum Beispiel die Inanspruchnahme eines Pkw, so sind hierauf 19 Prozent Umsatzsteuer zu rechnen. Aus Vereinfachungsgründen ist jedoch zugelassen, dass auf die Hilfsleistungen ebenfalls der ermäßigte Steuersatz zu zahlen ist, also tatsächlich nur 7%.

Was hat es mit dem sogenannten Vorsteuerabzug auf sich?

Wer Umsatzsteuer an das Finanzamt zahlen muss, kann die ihm selbst in Rechnung gestellte Umsatzsteuer davon abziehen. Wenn ein Bildjournalist zum Beispiel Filme im Wert von 2.000 Euro zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer kauft und seine Bilder später für 10.000 Euro zzgl. sieben Prozent Mehrwertsteuer verkauft, so kann er die gezahlte Mehrwertsteuer (19 Prozent aus 2.000 Euro) von der Umsatzsteuer in Höhe von sieben Prozent aus 10.000 Euro abziehen. Journalisten, deren Gesamtumsatz im vergangenen Kalenderjahr 61.356 Euro nicht überstiegen hat, können auf Antrag die Vorsteuer nach allgemeinen Durchschnittssätzen berechnen. Dieser Durchschnittssatz beträgt zur Zeit für Journalisten 4,8 Prozent.

Steuern - Umsatzsteuer im Detail

Wann sind die Umsatzsteuervorauszahlungen zu leisten?

Das hängt davon ab, wie hoch Ihre Umsatzsteuerschuld im vergangenen Jahr war. War sie höher als 6.136 Euro, so müssen Sie jeden Monat bis zum zehnten Tag nach Ablauf des vorausgegangenen Monats die abzuführende Umsatzsteuer anmelden und an das Finanzamt abführen.

Auf Antrag können die Zahlungstermine dauerhaft um einen Monat herausgeschoben werden. Diese Dauerfristverlängerung hat zur Folge, daß beispielsweise die Umsatzsteuer für April erst am 10. Juni fällig ist.

Betrug die gesamte Umsatzsteuerschuld für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 6.136 Euro, so müssen Sie nur vierteljährlich Voranmeldungen abgeben, und zwar zum 10. April, 10. Juli, 10. Oktober, 10. Januar jeden Jahres.

Erreichte die gesamte Steuerschuld des vorangegangenen Kalenderjahres nicht mehr als 512 Euro, so kann das Finanzamt Sie von der Verpflichtung zur Abgabe von Voranmeldung und Entrichtung der Vorauszahlungen befreien.

Die Umsatzsteuervoranmeldung muss elektronisch erfolgen.

Woraus sind die Umsatzsteuervorauszahlungen zu berechnen?

Grundsätzlich sind die Vorauszahlungen aus dem im Voranmeldungszeitraum vereinbarten Honoraren berechnet. Das bedeutet, dass auf ein am 20. März vereinbartes Texthonorar auch dann schon am 10. April eine Umsatzsteuervorauszahlung zu leisten ist, wenn der Betrag selbst vielleicht erst am 20. Dezember auf Ihrem Konto eingeht. Freie Journalisten können - wie alle Angehörigen eines freien Berufs im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes - allerdings beim Finanzamt beantragen, dass die Steuer nicht nach den vereinbarten Entgelten berechnet wird, sondern nach den vereinnahmten Entgelten. Das würde bedeuten, dass das am 20. März vereinbarte Honorar, das erst am 20. Dezember auf das Konto eingeht, erst am 10. Januar des Folgejahres versteuert werden muss.

Was gilt bei der Umsatzsteuer für Existenzgründer?

Existenzgründer müssen, sofern sie umsatzsteuerpflichtig sind, ihre Umsatzsteuervoranmeldung in den ersten zwei Jahren seit Existenzgründung monatlich abgeben.

Ich habe beim WDR 8.000 Euro auf Lohnsteuerkarte verdient. 250 Euro wurden mir als Lohnsteuer abgezogen. Muss ich die restlichen 7.750 Euro als Umsatz versteuern?


Nein. Wenn von Ihrem Honorar bereits Lohnsteuer abgezogen wird, so ist dieser Betrag nicht umsatzsteuerpflichtig.

Ich bin Kleinunternehmer, weil mein Umsatz im Jahr stets unter 17.500 Euro lag und liegt. Eigentlich wäre ich aber gerne vorsteuerabzugsberechtigt, denn dadurch kann ich ja viel Geld sparen. Was kann ich tun?

Kleinunternehmer haben die Möglichkeit, auf die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht zu verzichten. Dafür genügt eine formlose Erklärung gegenüber dem Finanzamt, also ein einfaches Schreiben. Allerdings sind Sie dann für fünf Jahre an diese Entscheidung gebunden. Sie müssen zudem daran denken, dass Sie, falls Sie als Existenzgründer einzustufen sind, dann auch jeden Monat eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben müssen.

Wenn ich Einkommensteuer zahlen muss, was gilt dann als Einkommen?

Das Einkommen ist nicht mit den Betriebseinnahmen identisch, weil davon noch die Betriebsausgaben abgezogen werden müssen. Ein Bildjournalist nimmt durch Honorare zum Beispiel 5.000 Euro ein, muss aber für Filme und Kamera 2.500 Euro ausgeben. Nur die übrigen 2.500 Euro gelten als Einkommen. Welche Ausgaben eines Journalisten - bzw. jedes Selbstständigen - als Betriebsausgaben gelten, ist umstritten und beschäftigt die Steuergerichte seit Jahren.

Steuern - Einkommensteuer, Abschreibung, Vorauszahlungen

Was hat es mit der "Abschreibung" auf sich?

Werden Arbeitsmittel angeschafft, die mehr als 400 Euro kosten, so können sie nicht im laufenden Jahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Derartige Gegenstände müssen "abgeschrieben" werden, das heißt, die Anschaffungskosten werden auf mehrere Jahre verteilt. Auf wieviele Jahre sie genau verteilt werden müssen, ist der sogenannten "AfA-Tabelle" (AfA = Abschreibung für Abnutzung) zu entnehmen, die das Finanzamt führt. Eine Änderung (Reduzierung auf lediglich 150 Euro) ist von der Bundesregierung für das Jahr 2008 beabsichtigt.

Ich arbeite eigentlich meistens in meiner eigenen Wohnung. Ich habe dort ein Arbeitszimmer. Kann ich die anteiligen Zimmerkosten nicht als Betriebsausgaben geltend machen?

Ausgaben für ein Arbeitszimmer werden nur dann als Betriebsausgaben anerkannt, wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist, d.h. ihr wesentlicher Ausübungsort.  Wann das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, wird vom Finanzministerium sehr streng beurteilt. Nach seiner Meinung ist das Arbeitszimmer bei solchen Leuten nicht der Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit, die oft oder ständig im Außendienst tätig sind. Während bei selbständigen freien Journalisten im Allgemeinen das Arbeitszimmer anerkannt wird, müssen freie Bildjournalisten hier öfter mit Schwierigkeiten rechnen.

Wann ist die Einkommensteuervorauszahlung zu leisten?

Der Steuerpflichtige hat am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer zu entrichten, die er für den laufenden Veranlagungszeitraum voraussichtlich schulden wird.

Wenn ich Einkommen- und Umsatzsteuervorauszahlungen leiste, muss ich dann noch jeweils jährliche Einkommensteuer- und Umsatzsteuererklärungen abgeben?

Ja. Denn oft stellt sich in der jährlichen Abrechnung heraus, dass Einkommen und Umsatz höher waren als aus den monatlichen Voranmeldungen ersichtlich. Dann wird eine Abschlusszahlung gegenüber dem Finanzamt fällig.

Wann sind die Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer zu zahlen?

Der Gewerbesteuerschuldner hat am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November Vorauszahlungen zu entrichten. Wenn die Steuerpflicht erst im Laufe des Kalendervierteljahres begründet wird, entsteht sie mit Begründung der Steuerpflicht. Wer sein Unternehmen also erst am 15. Juni gründet, muss an diesem Tag die Gewerbesteuervorauszahlung leisten.

Wie hoch sind die Gewerbesteuervorauszahlungen?

Die Höhe der Vorauszahlung hängt davon ab, wieviel der Steuerschuldner im vorausgegangenen Kalenderjahr verdient hat. Sie beträgt grundsätzlich ein Viertel der Steuer, die sich bei der letzten Veranlagung ergeben hat.

Mehr zum Thema "Steuern" im DJV-Handbuch für Freie und in der DJV-Broschüre Steuertipps für Journalisten.

Existenzgründung

Existenzgründung

Ich bin arbeitsloser Journalist und würde mich gerne selbstständig machen. Welche Hilfen gibt es hier?

Wenn Sie Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit empfangen, also Arbeitslosengeld I, können Sie beim Arbeitsamt einen Antrag auf einen Gründungszuschuss für die Gründung einer selbstständigen Existenz stellen. Hierzu muss aber eine Arbeitslosmeldung mit mindestens einem Tag Arbeitslosigkeit vorliegen, die nahtlose Gründung ist nicht zulässig.

Der Gründungszuschuss wird Ihnen anstelle Ihres Arbeitslosengeldes I  während des Zeitraums neun Monate lang bezahlt. Er wird in Höhe des Arbeitslosengeldes I gezahlt. Nach Ablauf der neun Monate ist für weitere sechs Monate ein Mini-Zuschuss von 300 Euro möglich.

Über Details zum Gründungszuschuss erfahren Sie mehr in unserem speziellen Info zum Gründungszuschuss.

Aber was sind denn die Vorteile vom Überbrückungsgeld - wenn ich doch Arbeitslosengeld bekomme?

Wenn Sie eine selbstständige Tätigkeit neben der Arbeitslosigkeit aufnehmen, dann gilt dort die 15 Stunden-Grenze: Wer 15 Stunden und mehr für seine selbstständige Tätigkeit aufwendet, ist nicht mehr arbeitslos und bekommt keine Leistungen des Arbeitsamtes. Und wenn Sie weniger als 15 Stunden als Journalist arbeiten, wird Ihnen Ihr Einkommen aus dieser Tätigkeit zum größeren Teil auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dagegen gilt beim Gründungszuschuss, dass Sie soviel dazuverdienen können und solange arbeiten können, wie Sie wollen.

Ich möchte Überbrückungsgeld beim Arbeitsamt beantragen. Nun hat mir mein Sachbearbeiter mitgeteilt, dass er ein Gutachten über die Tragfähigkeit der geplanten Existenzgründung von einer fachkundigen Stelle haben möchte. Wer kann mir hier weiterhelfen?

In Frage kommen z.B. die Industrie- und Handelskammer, staatliche Existenzgründerstellen und Unternehmensberatungen. Auch der Deutsche Journalisten-Verband und seine Landesverbände werden von den Arbeitsämtern in der Regel als sachkundige Stellen anerkannt. DJV-Mitglieder wenden sich deswegen einfach an Ihren DJV-Landesverband oder an das Referat für Freie in der DJV-Geschäftsstelle.

Wenn ich ein solches Gutachten vom DJV haben möchte, welche Voraussetzungen muss ich hier mitbringen?

Sie sollten ein überzeugendes schriftliches Konzept Ihres Vorhabens einreichen. Das bedeutet, daß Sie Angaben machen sollten zu: Finanzierung, Marketing, Kundenkreise, Wettbewerbssituation und persönlichem Werdegang. Im Finanzierungsplan sollten Sie genau aufschlüsseln, mit welchen Kosten aus welchem Grund Sie monatlich rechnen.

Welche Leistungen bietet die Arbeitsagentur für Existenzgründer?

Existenzgründer, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können einen Antrag auf Gründungszuschuss stellen.

Wer nur einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II hat, kann einen Antrag auf Einstiegsgeld stellen.

Welche Geldförderungen gibt es außerdem?

Wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat, kann unter Umständen Mittel zur Bezuschussung der Existenzgründung aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds erhalten. Dieser zahlt, allerdings nur in strukturschwachen Regionen, während bis zu 24 Monaten Beträge von bis zu 1.000 Euro monatlich an Existenzgründer aus. Die Anträge sind allerdings bei den Wirtschaftsförderämtern der jeweiligen Bundesländer zu stellen.

Mehr zum Thema "Existenzgründung" im DJV-Handbuch für Freie.

Recht

Recht

Wer ist als Arbeitnehmer einzustufen?

Ein Journalist ist dann als Arbeitnehmer einzustufen, wenn er voll in den Ablauf der Redaktion eingebunden ist, seine Arbeitsleistung dort nach den für ihn verbindlichen Weisungen von Redakteuren zu einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Art zu erbringen hat und im Übrigen auch nicht das Recht hat, einzelne Aufträge abzulehnen.

Ich bin angestellte Journalistin beim "Westbacher Spaten". Ich habe mich schon immer für Ägypten interessiert. Jetzt habe ich ein Angebot, als Ägypten-Korrespondentin für den "Privat-TV"-Sender zu arbeiten - allerdings als freie Mitarbeiterin. Ist das ratsam?

Als Angestellte hat man meistens mehr Rechte als eine freie Mitarbeiterin. Allerdings gibt es manche Freie, denen es besser geht als Angestellten. Eine Faustregel gibt es nicht. Von "hohen" Honoraren sollte man sich nicht blenden lassen, denn Sie sollten einen Teil des Geldes immer auf Ihr Sparkonto überweisen - als Vorsorge für den Fall der Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit oder Angehörige bei eigenem Tod. Außerdem sollten Sie Ihren Vertrag juristisch überprüfen lassen. Wenn Sie DJV-Mitglied sind, machen wir das für Sie.

Ich möchte als freier Journalist arbeiten. Muss ich dafür eine Gesellschaft gründen?

Wer allein als freier Journalist arbeiten möchte, muss keine Gesellschaft gründen. Als selbstständiger Freiberufler haften Sie allerdings auch voll und ganz für alle Verträge oder Schäden. Wenn Sie allerdings mit anderen Journalisten zusammenarbeiten, so befinden Sie sich wahrscheinlich bereits schon in einer "Gesellschaft bürgerlichen Rechts"(GbR). Diese Gesellschaft entsteht, sobald Sie sich mit mehreren Journalisten darauf einigen, zusammen Leistungen zu erbringen oder in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel gemeinsam ein Büro zu mieten. Bei einer GbR haften Sie für alle Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit anfallen . Wer mit anderen Journalisten professionell zusammenarbeiten möchte, sollte sich die Gründung einer Partnerschaftsgesellschaft überlegen, weil hier die Möglichkeit von Haftungsausschluss oder -begrenzung besteht. Musterverträge und Beratung gibt es beim DJV.

Gibt es eine Gebührenordnung für freie Journalisten?

Nein. Es gibt allerdings die Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Freie Journalisten. Die in dieser Empfehlung genannten Honorare können als Richtlinie für die Abrechnung von Honoraren genommen werden. Sie finden die Mittelstandsempfehlung in der aktuellen Fassung in unserem Internet-Angebot. Eine Gebührenordnung im weiten Sinne gibt es in Form von Tarifverträgen für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten an öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Außerdem an Tageszeitungen, allerdings nicht in Hessen und den neuen Bundesländern.

Mehr zum Thema "Recht" im DJV-Handbuch für Freie.

Public Relations

Public Relations - Gewerblichkeit bei Freien

Ist PR-Tätigkeit freiberuflich?

Freie Journalisten unterliegen als Freiberufler nicht der Gewerbesteuer. Anders kann es jedoch sein, wenn sie neben ihrer eigentlichen journalistischen Tätigkeit im PR-Bereich arbeiten. Die PR-Tätigkeit gilt in einigen Bereichen als gewerblich; deshalb ist sie auch als Gewerbe beim Gewerbeamt anzumelden, wird von der Kommune ab bestimmten Mindestgrenzen Gewerbesteuer erhoben und besteht eventuell eine Pflichtmitgliedschaft in der lokalen Industrie- und Handelskammer. Die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse kann fraglich sein; allerdings akzeptiert die KSK auch gewerbliche PR-Berater als Mitglieder, sofern die Tätigkeit noch publizistisch orientiert ist.

Was gilt als gewerbliche PR-Tätigkeit?

Eine gewerbliche PR-Tätigkeit übt z.B. derjenige aus, dessen Tätigkeit Werbezwecken dient. Wer Fotos für einen Modekatalog anfertigt, werbende Texte einfacher Art für eine Broschüre eines Unternehmens schreibt oder Veranstaltungen organisiert, auf denen bestimmte Produkte ohne kritische Auseinandersetzung in mehr oder weniger werbender Form angepriesen werden.

Wer eigenschöpferisch Werbetexte verfasst, die von gewisser Originalität sind, also nicht nur die einfache Wiedergabe vorgegebener Informationen, kann allerdings eventuell als freiberuflicher Werbeschriftsteller eingestuft werden. Das gilt freilich nicht, wenn man/frau lediglich die Rechtschreibung und drei Kommas in Presseerklärungen der Öffentlichkeitsarbeit redigiert.

Als freiberuflich ist auch das Erbringen von künstlerischen oder publizistischen Leistungen zu beurteilen, die erst nach Fertigstellung von einem anderen Unternehmen zu Werbezwecken verwertet werden. Wer zum Beispiel einen kritischen Testreport über Waschmaschinen verfasst hat und dessen Artikel von der am besten bewerteten Firma in ihren Broschüren als Werbung nachgedruckt wird, übt keine werbende Tätigkeit aus. Journalistische Tätigkeit gilt als Gegensatz zur PR-Tätigkeit.

Die Rechtsprechung beschreibt journalistische Tätigkeit wie folgt: "Die Sammlung und Verarbeitung von Informationen des Tagesgeschehens, die kritische Auseinandersetzung mit diesen Informationen und die Stellungnahme zu den Ereignissen des Zeitgeschehens, sei es auf politischem, gesellschaftlichem, wirtschaftlichem oder kulturellem Gebiet, machen das Berufsbild des Journalisten aus. Dabei ist es gleichgültig, ob der Journalist sich mündlich oder

schriftlich äußert und welcher Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen) er sich bedient." (BFH vom 2.12.71, Bundessteuerblatt 1972 II Seite 315.)

Im Urteil des BFH vom 25.4.1978, Bundessteuerblatt 1978 II Seite 565 heißt es: "Zum Wesen der selbstständig ausgeübten journalistischen Tätigkeit gehört es, dass der Journalist sich mit den Ergebnissen seiner Arbeit unmittelbar oder mittelbar durch ein Medium an die Öffentlichkeit wendet." Entscheidende Kriterien sind nach dieser Rechtsprechung als der Gegenwartsbezug der Tätigkeit sowie die Öffentlichkeit.

Ich arbeite für eine Kundenzeitschrift. Ist das gewerbliche PR-Tätigkeit und damit gewerblich?

Nicht unbedingt. So lange die inhaltliche Gestaltung der Artikel in der Kundenzeitschrift oder einer Werkszeitung in einer kritischen gegenwartsbezogenen Auseinandersetzung und Bewertung von Informationen besteht, kann die Tätigkeit noch als journalistisch angesehen werden. Selbst wenn es Werbung wäre, könnte es freiberufliche Werbeschriftstellerei sein.

Ich schreibe Pressetexte für ein Unternehmen. Ist das gewerbliche PR?


Wenn die Inhalte der Texte - was naheliegt - werbende Funktion haben und sich nicht kritisch mit dem Angebot auseinandersetzen, handelt es sich nicht um freiberuflichen Journalismus. Es kann freilich als freiberufliche Werbeschriftstellerei zu beurteilen sein (siehe oben); trifft auch das nicht zu, so wird man von gewerblicher PR sprechen müssen.

Ich gebe eine eigene Zeitschrift heraus, schreibe die Texte, akquiriere Anzeigen, verkaufe die Zeitung an den Pressegroßhandel. Ist das gewerblich?

Ja.

Public Relations - Sozialversicherung und Steuern

Welche Abgaben muss ein PR-Berater an die KSK zahlen?

Wer im PR-Bereich (wie auch im journalistischen Bereich) die publizistischen oder künstlerischen Leistungen anderer verwertet, die nicht seine Angestellten sind, muss zusätzlich zu den an die Künstler oder Publizisten ausgezahlten Honorare noch Prozentsätze davon an die Künstlersozialkasse abführen. Da die Ansprüche der KSK erst nach vier Jahren bzw. bei vorsätzlicher Vorenthaltung erst nach 30 Jahren verjähren, ist eine eigene Meldung bei der KSK zu empfehlen; bei Unsicherheit über das Bestehen der Abgabepflicht sollten entsprechende Rückstellungen gebildet und die KSK konsultiert werden.

Gibt es irgendwelche besonderen Regelungen bei Einkommens- und Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer im PR-Bereich beträgt anders als für journalistische Leistungen 19 Prozent, also beispielsweise für die Organmisation von Pressekonferenzen. 7 Prozent sind es nur dann, wenn lediglich Nutzungsrechte an Beiträgen übertragen werden.

Ansonsten müssen Sie Einkommens- und Umsatzsteuervorauszahlungen genau so wie für Ihre freiberufliche journalistische Tätigkeit leisten, es sei denn, dass Sie unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Als Kleinunternehmer gilt derjenige, dessen Umsatz im Vorjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Jahr 50.000 Euro nicht übersteigt. Im ersten Jahr der Geschäftstätigkeit ist derjenige Kleinunternehmer, dessen Umsatz 17.500 Euro nicht übersteigt.

Was ist bei der Buchhaltung zu beachten?

Es ist sehr wichtig, den journalistischen Bereich von der PR-Tätigkeit klar zu unterscheiden. Es sollten dafür getrennte Konten und Kassen eingerichtet werden. Wer die Einnahmen und Ausgaben seiner freiberuflichen mit der gewerblichen Tätigkeit vermengt, muss damit rechnen, daß das Finanzamt seine gesamten Ausgaben und Einnahmen als gewerblich einstuft.

Solange allerdings lediglich Werbetexte neben der journalistischen Tätigkeit erstellt werden, ist eine Trennung nicht unbedingt notwendig: Da auch der so genannte Werbeschriftsteller als freiberuflich gilt, besteht hier keine Gefahr der Gewerbevermischung. Als freiberuflicher Werbeschriftsteller gilt, wer Werbetexte von gewisser origineller Qualität eigenschöpferisch verfasst.

Ist Gewerbesteuer immer negativ zu bewerten?

Da die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet werden kann, kann in Gemeinden mit Gewerbesteuersätzen unter 350 Prozent in bestimmten Konstellationen sogar Geld gespart werden. In solchen Fällen raten Steuerberater sogar ganz bewusst zur Vermischung von Freiberuflichkeit und Gewerbe, um durch die "gewerbliche Infektion" Steuern zu sparen. Das dürfte freilich nur in wenigen Gemeinden der Fall sein. Außerdem müssen andere Faktoren berücksichtigt werden: Durch die Gewerblichkeit wird man möglicherweise Zwangsmitglied der Industrie- und Handelskammer, bekommt Probleme mit dem Gewerbeamt wegen der Ausübung eines Gewerbes in der eigenen Wohnung, muss die Umsatzsteuer plötzlich nach vereinbarten Entgelten abführen.

Mehr zum Thema "Public Relations" im DJV-Handbuch für Freie.

Ausbildung und Bildung

Berufsanfänger - DJV-Angebote

Gibt es bestimmte Angebote oder Seminare des DJV für Berufseinsteiger?

Der DJV bietet Online-Seminare, sog. Webinare an, besonders für freie Journalisten, die aber auch für Berufseinsteiger und Existenzgründer interessant sein können. Darin können Berufseinsteiger sich über Themen informieren, die für ihre Berufslaufbahn wichtig sind. Der DJV informiert und berät zu den vielfältigsten Themen wie beispielsweise zu finanziellen Fragen, zu Urheberecht, aber auch Verhandlungstraining oder der Existenzgründung. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.journalistenwebinar.de/.

Worauf sollte ich besonders bei der Auswahl des Volontariats achten?

Was ein gutes Volontariat ausmacht, das erläutert die DJV-Broschüre „Checkliste Volontariat“. Entscheidende Fragen sind: Ist das Volontariat auf zwei Jahre angesetzt? Entspricht die Bezahlung tariflichen Standards? Verfügt das ausbildende Unternehmen über zumindest drei Redakteure und verschiedene redaktionelle Ressorts bzw. Arbeitsbereiche, die eine vielseitige journalistische Ausbildung ermöglichen, oder kooperiert es dazu mit anderen Medienunternehmen? Bezieht sich der praktische Aufgabenbereich ausschließlich auf journalistische Tätigkeiten? Gibt es vor Beginn der Ausbildung einen schriftlichen Anstellungsvertrag? Worauf sonst noch zu achten ist, steht in der Checkliste Volo.

Wie baue ich mir am besten ein Netzwerk auf?

Gerade für Journalisten, die auf Informationen und Kontakte existenziell angewiesen sind, sind Netzwerke unerlässlich. Beim Aufbau eines Netzwerkes ist es sinnvoll, eine Strategie zu haben, bevor man sich in das Kontakteknüpfen stürzt. Man sollte sich deshalb u. a. folgende Fragen beantworten: Was will ich mit meinem Netzwerk erreichen? Mit wem will ich mich vernetzten? Wie viel Zeit kann ich investieren? Wie kann ich den Kontakt pflegen? Was kann ich meinen Kontakten bieten? Um ein Netzwerk aufzubauen, braucht man Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich. Im DJV gibt es jede Menge Möglichkeiten zum Knüpfen von Netzwerken - sei es z.B. in Ortsgruppen, Veranstaltungen der Landesverbände oder in den Fachausschüssen und Fachgruppen.

Berufsanfänger - Wege in den Journalismus

Wie wird man Journalist/in?

Es gibt es keinen festgelegten Weg in den Journalismus. Den Berufsinteressenten stehen theoretisch viele Wege offen: eine zweijährige Ausbildung (Volontariat) bei Presse, Rundfunk oder Agentur, das Journalistik-Studium, der Besuch einer Journalistenschule, Bachelor und Masterstudiengänge für Akademiker oder ein beliebiges Fachstudium in Verbindung mit dem Nebenfach Journalistik. Es gibt also keine Patentrezepte für den erfolgreichen Start in den Beruf. Ein früher Kontakt zur Praxis über Praktika ist zu empfehlen.


Welche Eigenschaften sollte man als Journalist/in mitbringen?

Journalistische Motivation, Interesse an vielfältigen Kontakten mit anderen Menschen, Aufgeschlossenheit für neue Themen, Spaß am Lernen und die Fähigkeit, Sachverhalte rasch zu analysieren und anderen verständlich vermitteln zu können – diese persönlichen Qualifikationsmerkmale allein reichen nicht aus, um journalistisch tätig zu sein. Die Entwicklung im Journalismus und seine gesellschaftliche Bedeutung machen vielmehr eine fundierte schulische und akademische Ausbildung notwendig.

 

Wo sollte man, wenn man Journalist/in werden möchte, am besten anfangen?

Berufsinteressenten sollten ihre Vorstellungen vom Beruf mit dem journalistischen Alltag in Lokalredaktionen vergleichen. Denn dort beginnt für die meisten Journalistinnen und Journalisten das Berufsleben, und dort arbeitet die größte Berufsgruppe im Journalismus. Wer das Gespräch mit Lokaljournalisten sucht, erhält einen ersten Eindruck, der durch Redaktionsbesuche vertieft werden kann. Möglicherweise entwickelt sich daraus eine freie Mitarbeit. Mit solchen Startversuchen hat man meist in kleinen Außenredaktionen mehr Glück als in den Lokalredaktionen von Universitäts- und Großstädten.

 

Wie sind die Berufschancen im Journalismus?

Eine Prognose für den Arbeitsmarkt von Journalisten abzugeben ist mit Blick auf Krisen und Digitalisierung der Medienlandschaft nicht einfach. Die Branche kann tendenziell immer weniger Journalisten "ernähren"– oder, aus anderer Perspektive: Zunehmend weniger (freie) Journalistinnen und Journalisten können allein vom Journalismus leben. Und sie können immer weniger mit bruchlosen Karrieren in fester Anstellung bei einem Medium rechnen. Zumindest zeitweise wird es Phasen der Freiberuflichkeit bzw. der Neuorientierung auch in anderen Arbeitsgebieten oder Medien geben.


Wie kann der DJV mir als Berufseinsteiger helfen, wenn ich Journalist werden will?

Der DJV steht Berufseinsteigern mit Rat und Tipps zur Seite. Der DJV bietet ein breites Informationsangebot zu Ausbildungswegen und -angeboten sowie Weiterbildungen an und gibt Auskunft über Berufschancen. Der DJV hilft darüber hinaus mit Checklisten zum Praktikum oder Volontariat, in denen Interessenten prüfen können, welche Voraussetzungen ein Praktikum oder Volontariat erfüllen sollte. Er bietet darüber hinaus Tipps und Infos zur Existenzgründung und Mitgliedern nicht zuletzt kostenlosen Rechtsschutz sowie den Presseausweis.

 

Was sind die größten Schwierigkeiten für Berufseinsteiger?

Der Andrang in den Journalismus ist groß, das redaktionelle Ausbildungsangebot knapp. Chancen haben fast nur noch Bewerberinnen und Bewerber mit einer qualifizierten Vorbildung, mit abgeschlossenem Studium und praktischer redaktioneller Erfahrung in Form freier Mitarbeit für Presse oder Rundfunk. Selbst wenn es einzelne Beispiele von Seiteneinsteigern in den Journalismus gibt: Ein Volontariat ist in der Regel ein Muss – vor allem dann, wenn eine spätere Redakteurstätigkeit in Presse, Rundfunk oder Agenturen angestrebt wird.

Erfahren Sie mehr auf unseren Seiten Journalist/in werden.

Weiterbildung

Wie kann ich mich über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren?
Das DJV-Bildungsreferat verschickt jeden Monat einen Bildungs-Newsletter. Dieser enthält unter anderem Angebote zur Weiterbildung für DJV-Mitglieder in verschiedenen DJV-Landesverbänden sowie die DJV-Webinare, denen von zuhause aus gefolgt werden kann. Aufgelistet sind darüber hinaus eine Vielzahl von Seminaren für Journalisten in DJV-unabhängigen Bildungseinrichtungen. Auch über Seminare für Betriebsräte und DJV-Gremienmitglieder wird informiert. Das aufgenommene Angebot ist breit gefächert und richtet sich an junge Journalistinnen und Journalisten genauso wie an ältere Kollegen, an Festangestellte genauso wie an Freie. Weitere Infos zu Seminaren gibt es im Seminarkalender auf der Homepage des Medienmagazins journalist: http://www.journalist.de/karriere/seminarkalender.html. Es ist möglich, speziell nach Themen, Regionen und Veranstaltern zu suchen.

 

Muss ich die Weiterbildung selbst bezahlen?
Einige Arbeitgeber zahlen die Teilnahmegebühren für Kurse, andere leider nicht (einfach nachfragen). Freie Journalistinnen und Journalisten tragen die Kosten leider meist selbst und müssen während der Seminarzeit zudem Einnahmeausfälle in Kauf nehmen. Dennoch lohnt die Weiterbildung für Festangestellte wie für Freie in jedem Fall. Sie trägt dazu bei, langfristig erfolgreich zu sein. In Seminaren entstehen häufig auch durch kreativen Erfahrungsaustausch neue Ideen und Initiativen.

 

Habe ich einen Anspruch auf Bildungsurlaub?
Es gibt in den meisten Bundesländern einen Anspruch auf den so genannten Bildungsurlaub, also auf begrenzte Freistellung für die Arbeit zum Zweck der Weiterbildung, den natürlich auch Journalistinnen und Journalisten wahrnehmen können. Ausnahmen sind Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen. Der DJV fordert Gesetze zum Bildungsurlaub in allen Bundesländern. Der Freistellungsanspruch ist in der Regel auf Themen der politischen und beruflichen Bildung beschränkt. Mit seiner Absicht, Bildungstage tariflich festzuschreiben, setzte sich der DJV bislang nicht durch.

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