djv

Dossier: Ethik im Journalismus und Medienkritik

Anlaufstellen, Blogs und aktuelle Debatten

"Mittels Medienkritik verständigt sich eine Gesellschaft über ihre (Massen-)Medien, über deren Inhalte sowie deren Rezeption." (Wikipedia)

Der DJV im Deutschen Presserat

Der Deutsche Presserat ist die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse und steht für wichtige Grundrechte der Demokratie ein: Die Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit. 1956 als Gegenentwurf zu staatlicher Kontrolle gegründet, beschäftigt er sich vor allem mit Beschwerden über Artikel, die in Print oder Online erschienen sind.

Beschwerden aus der Leserschaft werden anhand des Pressekodex, den publizistischen Grundsätzen, von drei Beschwerdeausschüssen beraten. Der Pressekodex als ethisches Regelwerk für die journalistische Arbeit enthält klare Spielregeln hinsichtlich einer verantwortungsvollen Berichterstattung und eines angemessenen journalistischen Verhaltens.

Getragen wird der Presserat von zwei Journalisten- und zwei Verlegerverbänden:

  • Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
  • Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di
  • Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)
  • Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)

Diese sieben DJV-Mitglieder sind ehrenamtlich in den Presseratsgremien vertreten:

  • Dr. Klaus Andrießen (Hessen)
  • Ralph Bauer (Bayern)
  • Sascha Borowski (Bayern)
  • Jan-Hendrik Lehmann (Nds.)
  • Sergej Lochthofen (Thüringen)
  • Jost Müller-Neuhof (Berlin)
  • Heike Rost (Rheinland-Pfalz)

Über inhaltliche ethische Fragen, wie neue Richtlinien für den Kodex oder öffentliche Stellungnahmen, diskutiert das Plenum, die Vollversammlung des Presserats. Das 28-köpfige Gremium trifft sich zwei Mal im Jahr. Die Geschäftsstelle organisiert die Arbeit des Presserats und seiner Ausschüsse. Gleichzeitig ist sie Ansprechpartner für Leser, Journalisten und Verleger. Finanziert wird die Arbeit des Presserats aus zwei Quellen: Zum einen entrichten die Trägerverbände Beiträge. Zum anderen gewährt der Bund seit 1976 jährlich einen zweckgebundenen Zuschuss für die Arbeit des Beschwerdeausschusses. Grundlage hierfür ist ein eigenes Gesetz.


Beschwerden können ganz einfach online eingereicht werden. Zum Formular

Linktipps

Medienkritik

  • Altpapier: Ist Deutschlands ältestes Watchblog und wird vom Online-Portal evagelisch.de betrieben. Jeweils Montag und Freitag werden Print- und Onlinemedien bissig kommentiert. 
  • Bildblog: Sicherlich das bekannteste deutsche Medien-Watchblog. Zu Beginn wurde nur die Arbeit der Springer-Publikationen kritisch begleitet, mittlerweile aber auch von anderen Medien
  • Übermedien: Recht neues Onlineportal für Medienkritik. Viele Texte sind kostenlos, einen vollständigen Zugang zu allen aktuellen Inhalten gibt es nur im Abo.

Medienschelte,  Diffamierung von Journalisten

  • augenzeugen.info: Dokumentiert Gewaltübergriffe auf Journalisten, vor allem durch rechte Gruppierungen.
  • Lügenpresse: In dem Portal schildern Journalisten aus persönlicher Sicht, wie sie mit dem Glaubwürdigkeitsverlust der Medien und pauschalen Vorwürfen umgehen.

Wie steht es um die Qualitätssicherung in der eigenen Redaktion? Wie können wir journalistische Qualität fördern? ...mehr

Sie nennen sich Journalisten, aber sind doch eigentlich keine. Oder doch? Das DJV-Berufsbild, regelmäßig debattiert und aktualisiert.
... mehr

Vorratsdaten, Überwachung, Akkreditieren: Kompakte Infobroschüre als PDF (24 Seiten). ... mehr

Zahlreiche Flyer und Informationsbroschüren über DJV, Tarif & Honorare sowie Ausbildung, um kostenlosen Download.
... mehr