Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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27. Mai 2013
Politik

Amt brandmarkt Kritiker

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Kritik des Umweltbundesamtes an einzelnen Journalisten als überzogen und unsachgemäß zurückgewiesen.

Die Behörde hatte in ihrer aktuellen Publikation „Und sie erwärmt sich doch“ zum Klimawandel mehrere Journalisten namentlich genannt, die sich kritisch zu den Klimaprognosen des Umweltbundesamtes geäußert hatten. Deren Beiträge stimmten „nicht mit dem Stand der Klimawissenschaft überein“, heißt es auf Seite 112 der Broschüre. Im Folgenden sind die Journalisten und die Medien, in denen sie publizieren, namentlich genannt. Zu den Betroffenen zählen unter anderem der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift Natur und der Ressortleiter Forschung beim Focus. „Die Textpassage liest sich so, als sollten die Kollegen als inkompetent an den Pranger gestellt werden“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Das ist nicht akzeptabel.“


Eine staatliche Behörde habe nicht die Aufgabe, Kritiker der Regierungspolitik als Abweichler zu brandmarken, sagte Konken. Er forderte Bundesumweltminister Peter Altmaier auf, die Broschüre in der vorliegenden Form nicht weiter zu verbreiten und sich bei den betroffenen Kollegen zu entschuldigen.


Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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