Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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05. Februar 2016
Autorisierung

Im Zweifel nicht drucken

Der Deutsche Journalisten-Verband hat erneute Vorwürfe der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry gegen Medien zurückgewiesen.

Nach ihrer Attacke gegen den Mannheimer Morgen hat Petry jetzt die Rhein-Zeitung angegriffen, weil sie angeblich Äußerungen von ihr in „verfälschtem Kontext“ veröffentlicht habe. Das Blatt machte daraufhin die weitgehenden Änderungswünsche der Politikerin an dem mit ihr geführten Interview öffentlich. „Frauke Petry hat offenbar nicht nur ein Problem mit den Medien, sondern auch mit ihren eigenen Worten“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.

Überall wies aus gegebenem Anlass auf die Leitlinien zur Autorisierung von Interviews hin, die der DJV-Gesamtvorstand im September 2010 beschlossen hat. Darin heißt es unter anderem: „Autorisierungen dienen der sachlichen Korrektheit, der Sinnwahrung und sprachlichen Klarheit. Änderungen müssen sich darauf beschränken.“ Und weiter heißt es: „Nachträgliche Änderungen des Interviewten, die die Authentizität des Interviews oder einen wesentlichen Aussagengehalt konterkarieren, können von der Redaktion abgelehnt werden.“

Der DJV-Vorsitzende riet deshalb den Journalistinnen und Journalisten, im Zweifel auf die Veröffentlichung eines Interviews zu verzichten. Das gelte nicht nur für die AfD.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13

 

 


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