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DJV Blog

04. Februar 2015
Neonazis

Journalisten für tot erklärt

Die Auseinandersetzungen zwischen Nazis und kritischen Journalisten erreichen eine neue Dimension: In NRW kursieren Todesanzeigen, mit denen Nazis ihre Gegner aus den Medien ins Visier nehmen.

Widerlicher geht's kaum noch: Mit Todesanzeigen wird Häme über kritische Journalisten aus dem Ruhrgebiet ausgekübelt. "In unseren Herzen lebst du auf keinen Fall weiter: Bald ist es Zeit zu gehen", steht da etwa, oder: "Nach langem schweren Kampf gegen die Nationalen Aktivisten wird demnächst ganz elendig verrecken Journalist XY. Sein Tod wird für uns DEUTSCHE alle ein Freudentag sein." Keine Frage: Die für tot erklärten Kollegen sind allesamt quicklebendig, aber wenn es nach den unbekannten Urhebern der Anzeigen ginge, würde sich das bald ändern.

 

Die betroffenen Kollegen haben klar gestellt, dass sie sich von den unverhohlenen Drohungen nicht einschüchtern lassen. Gut so! Über neonazistische Umtriebe zu berichten, ist Kernaufgabe eines kritischen Lokaljournalismus.

 

Hendrik Zörner


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