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24. Februar 2017
Interview mit RT Deutsch

Ohrfeige für Qualitätsmedien

Matthias Platzeck, ehemaliger SPD-Bundesvorsitzender und Ex-Ministerpräsident von Brandenburg, gab dem Kreml-Propagandakanal RT Deutsch ein Exklusivinterview.

Allzu häufig ist Matthias Platzeck in den Medien nicht mehr vertreten. Er ist zwar nicht völlig ins Private abgetaucht und engagiert sich im deutsch-russischen Forum für gute Beziehungen zu Moskau. Aber damit dringt er nicht jeden Tag in die Zeitungen und Rundfunknachrichten vor. Ob er das vermisst? In seiner kurzen Zeit an der Spitze der SPD war ihm der Medienrummel zuviel.

 

Was hat ihn getrieben, sich jetzt interviewen zu lassen? Und ausgerechnet von der Putin treuen Propagandaschleuder RT Deutsch? Wenn es in Deutschland eine Heimat von Fake News gibt, dann auf diesem Portal. Das dürfte auch Matthias Platzeck wissen, wenn er regelmäßig außer RT Deutsch noch andere Medien liest und sieht. Dass er das ausblendet, ist eine Ohrfeige für die Qualitätsmedien.

 

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Blogbeitrags war behauptet worden, RT Deutsch habe "das Märchen einer angeblichen Vergewaltigung in die Welt gesetzt und damit diplomatische Verwicklungen ausgelöst". Diese Behauptung ist falsch. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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