Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Gesetzliche Rentenversicherung

Aus der derzeitigen demografischen  Entwicklung - immer mehr Rentner im Verhältnis zu den Beitragszahlern - lässt sich zudem ableiten, dass die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung als alleinige Altersversorgung nicht ausreichen.

Wer seine gesetzlichen Rentenanwartschaften in Erfahrung bringen möchte, dem empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

- Fordern Sie sich zunächst eine Versicherungsinformation samt Versicherungsverlauf von der Deutschen Rentenversicherungsträger an. Dies können Sie hier machen...

- Prüfen Sie dann, ob alle Zeiten lückenlos erfasst wurden. Fehlen Zeiten (z.B. Schulzeiten nach dem 16. Lebensjahr, Studium, Kindererziehungs-, Ausbildungs-, Wehr- und Zivildienstzeiten), senden Sie sofort beglaubigte Kopien für den Nachweis dieser Zeiten an den Rententräger.

 

Rentenberechnung

Die Altersrentenberechnung orientiert sich an zunächst an den Entgeltpunkten, die ein Versicherter im Arbeitsleben erwirbt. Einen Entgeltpunkt erhält derjenige, der genauso viel rentenversicherungspflichtig verdient, wie der Durchschnitt aller Erwerbstätigkeiten. Das Durchschnittsentgelt aller Erwerbstätigen liegt 2013 bei 34.071 €.

Die Summe aller Entgeltpunkte (maximal wird jedoch jeweils die Beitragsbemessungsgrenze zugrunde gelegt. 2013 liegt diese bei 69.600 €) wird multipliziert mit dem jeweils gültigen aktuellem Rentenwert (2013 28,07) und ergibt somit die zu zahlende Altersrente.


Beispiel: Eine Freie meldet der KSK im Jahr 2013 10.000 Euro. Auf ihrem Rentenkonto werden daher 0,2935 Entgeltpunkte gutgeschrieben (10.000 geteilt durch 34.071). Angenommen in jedem Jahr würden sie dieselben Entgeltpunkte einfahren, würde sie in 30 Jahren 30 mal 0,2935 Punkte, also 8,8051 Punkte erreichen (unter der Voraussetzung, dass ihr Arbeitseinkommen auch entsprechend der Steigerung des Durchschnittseinkommens ansteigt).

Die gesammelten Entgeltpunkte werden anschließend mit dem gültigen „aktuellen Rentenwert“ multipliziert, der 2013 bei 28,07 € liegt. In diesem Fall wäre es also eine monatliche Rente von nur 247,16 €.
 

Grundsicherungsrente

Wer mit Vollendung des 65. Lebensjahres nur Anspruch auf eine geringe Rente hat oder überhaupt keine Leistungen erhält, kann nach dem seit 2003 geltenden Grundsicherungsgesetz bei den lokalen Grundsicherungsämtern eine Grundsicherungsrente beantragen, die maximal 15 Prozent über dem Regelsatz der Sozialhilfe liegt und außerdem die Übernahme angemessener Mietkosten umfasst.

Einkommen des Ehepartners werden allerdings angerechnet. Kinder mit einem Jahreseinkommen von jeweils nicht überbis zu 100.000 Euro werden dagegen nicht in Haftung genommen. Für viele Freie, die im Laufe ihres Arbeitslebens regelmäßig nur geringe Renten angespart haben, bedeutet das eine enorme soziale HilfsleistungHilfe. Die Grundsicherungsrente wird auch an dauerhaft Erwerbsgeminderte gezahlt, wenn ihre Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht.

Hinzuverdienst bei Altersrente?

Zu Altersrenten ab dem 65. Lebensjahr kann unbegrenzt hinzuverdient werden. Für Altersrenten vor Vollendung des 65. Lebensjahres gilt: Neben dem Altersrentenbezug ist eine anrechnungsfreie Tätigkeit bei Einkünften (Einnahmen abzüglich Betriebsausgaben) bis 340 Euro möglich, in zwei Monaten pro Jahr auch 680 Euro (Werte für das Jahr 2003).

Höhere Einkünfte führen zur Herabstufung der Vollrente (vor dem 65. Lebensjahr) zu einer Teilrente.

Broschüre der Dt. Rentenversicherung

Die richtige Altersrente

Grundsicherungsrente

Broschüre der Dt. Rentenversicherung

Die richtige Altersrente

Grundsicherungsrente