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24. Oktober 2019
Finanzierung

Raus aus dem Teufelskreis

Der Stellenabbau bei Zeitungsverlagen zeigt, dass die Finanzierung des Journalismus in der Krise steckt. Sind Verlage noch die richtigen Partner für Journalisten?

Reporter: Investitionen nötig. Foto: Michael Staudt

Praktikum, Volontariat, Studium. So sieht in der Regel der Ausbildungsweg von Journalisten aus, wenn sie eine Festanstellung als Redakteurin oder Redakteur antreten. Jahre der Ausbildung wurden dann investiert: Energie, Motivation und Geld. Investitionen auch auf Seiten des Arbeitgebers: Büroräume, Technik, Software etc. Das alles wird zunichte gemacht, wenn Medienunternehmen, in der Regel Verlage, auf einen Schlag eine ganze Reihe von journalistischen Arbeitsplätzen abbauen. Das journalistische Potenzial, das Know-how geht verloren, meist unwiederbringlich.

 

Das ist der Rahmen, in dem Stellenstreichungen durchgeführt werden. Bei Springer, wo der Konzern einen zweistelligen Millionenbetrag auf Kosten von Beschäftigten einsparen will. Bei der Südwestdeutschen Medienholding, bei Nürnberger Nachrichten und Zeitung, wo 28 Journalisten ihre Jobs verlieren sollen. Die Frage drängt sich auf, ob das Geschäftsmodell von Verlagen dauerhaft geeignet ist, um den Journalismus weiter zu entwickeln. Das Schicksal der Journalistinnen und Journalisten kann nicht dauerhaft an einer Branche hängen, die selbst in wirtschaftlichen Boomzeiten von einer Krise in die nächste taumelt.

 

Wo liegt der Ausweg aus dem Dilemma? An Vorschlägen und Überlegungen besteht kein Mangel. Sei es gemeinnütziger Journalismus, sei es die massive Förderung journalistischer Startups oder die Bezahlung von Recherchen durch Mediennutzer, um nur einige Beispiele zu nennen. Es wird nicht ein Allheilmittel geben, sondern eine Palette an Möglichkeiten. Darüber muss intensiver nachgedacht werden als in der Vergangenheit.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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