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20. Juni 2019
Warnstreik beim NDR

Spürbare Nadelstiche

Weil die Positionen von Geschäftsleitung und Gewerkschaften beim NDR meilenweit auseinander liegen, wurde am Mittwoch zum ersten Mal gestreikt. Mit spürbaren Auswirkungen.

Warnstreik: 380 Beschäftigte versetzten Nadelstiche. Foto: Florian Büh

Rund 380 Beschäftigte, Feste wie Freie, haben sich am Mittwoch am Warnstreik über alle Standorte im NDR beteiligt. Zu der gemeinsamen Aktion aufgerufen hatten DJV, Deutsche Orchestervereinigung und ver.di. Klar war von Anfang an, dass der Warnstreik ein Nadelstich und keine Massenveranstaltung sein sollte. Das war er denn auch: Tagsüber fielen "NDR Aktuell", "Mein Nachmittag" und "Das!" aus. Am Abend konnte der Sender die Formate "Zapp" und "extra3" nur im Live-Stream übertragen.

 

Ob da noch mehr kommt? Das hängt ausschließlich davon ab, ob sich die Tarifverhandler auf der Arbeitgeberseite bewegen. Bisher halten sie stur daran fest, deutlich weniger zu zahlen, als der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes vorsieht. Der war in der Vergangenheit stets die Messlatte für die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Im Norden heißt es stattdessen jetzt: Inflationsausgleich und kein Cent mehr.

 

Wenn die NDR-Verantwortlichen bei dieser Haltung bleiben, kann der nächste Arbeitskampf nicht lange auf sich warten lassen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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