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DJV Blog

02. Juli 2018
Tarifrunde Zeitungen

Verhandlungskrimi

Nach 16stündigen Verhandlungen stand am Montagmorgen das Tarifergebnis für die Zeitungsredakteure. Am meisten profitieren die Berufseinsteiger.

Wie hoch die prozentualen Steigerungen des Tarifergebnisses sind, hängt wegen der vereinbarten Einmalzahlungen von der Zahl der Berufsjahre von Zeitungsredakteuren ab. Fest steht, dass die Prozentzahlen rund um die zu erwartende Teuerungsrate liegen. Überdurchschnittlich profitieren die Jungen in den Redaktionen: die Volontäre und die Jungredakteure. Verbesserungen für sie hatten sich DJV und dju auf die Fahnen geschrieben, um den Journalistenberuf attraktiv zu halten. Das ist gelungen.

 

Ein besseres Ergebnis für die älteren Redakteure und die festen Freien wäre wünschenswert, aber nicht durchsetzbar gewesen. Nach Mitternacht stand die Ankündigung des BDZV im Raum, seinen Verlagen die Umsetzung des eigenen Verhandlungsangebots zu empfehlen. Das hätte bedeutet: Bei offenen Tarifverhandlungen hätten die Journalisten mehr Geld bekommen ohne rechtliche Absicherung. Der Flächentarif wäre tot gewesen, die Streikbereitschaft in den Redaktionen allerdings auch.

 

Deshalb hat die DJV-Verhandlungskommission zugestimmt. Am Mittag wird die Große Tarifkommission das Ergebnis diskutieren.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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