Türkei
Alican Uludağ sofort freilassen
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die sofortige Entlassung des Deutsche Welle-Reporters Alican Uludağ aus der türkischen Untersuchungshaft.
Der Journalist war am gestrigen Nachmittag verhaftet und zur Staatsanwaltschaft in Ankara gebracht worden. Die Ankläger werfen ihm „Aufstachelung des Volkes zu Feindseligkeit oder Erniedrigung“ sowie „Verbreitung irreführender Informationen“ vor. Uludağ saß bereits von Februar bis Mai wegen des haltlosen Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung, Verbreitung irreführender Informationen und Herabwürdigung der Türkei in wiederholten Fällen in Haft. Für seine Freilassung hatten sich die Deutsche Welle, Journalistenorganisationen, darunter der DJV, und die Bundesregierung eingesetzt. „Die erneute Verhaftung von Alican Uludağ ist der Versuch von Recep Tayyip Erdogans Autokratie, einen kritischen und unabhängigen Journalisten mundtot zu machen“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Es gibt nicht den geringsten Grund, warum ein demokratischer Rechtsstaat gegen ihn ermitteln würde.“
Alican Uludağ arbeitet für die Deutsche Welle als Gerichtsreporter. Der DJV-Vorsitzende erwartet von den Verantwortlichen in der Türkei, dass sie Uludağ seine journalistische Arbeit frei von Repressionen fortsetzen lasse. Dazu gehöre, dass der Prozess wegen Präsidentenbeleidigung eingestellt werde.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de
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