DJV an Weimer
ARD und ZDF stehen nicht zur Disposition
Berlin, 15.09.2026 – Der Deutsche Journalisten-Verband warnt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eindringlich davor, eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten sowie eine Privatisierung des ZDF auch nur als Gedankenspiel in Betracht zu ziehen.
„Finger weg von ARD und ZDF“, appelliert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster an den Staatsminister für Kultur und Medien. Der DJV reagiert damit auf Berichte, wonach Weimer bei einer Konferenz der Konrad-Adenauer- Stiftung in Berlin laut Teilnehmerangaben einen grundlegenden Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Gespräch gebracht haben soll.
Darüber berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). Das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem in Deutschland mit ARD und ZDF habe sich bewährt, betont Beuster. „Ideen zu einem Umbau mit der Abrissbirne kennen wir bisher nur von der AfD. Die Bundesregierung sollte nicht ins gleiche Horn blasen.“
„Gerade in Zeiten von Desinformation und Plattformmacht braucht unsere Demokratie einen starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, unterstreicht Beuster. Zudem hebt er hervor, dass über die konkrete Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Länder und ihre Parlamente entscheiden. Der Bund und sein Kulturstaatsminister seien hier nicht der Gesetzgeber. „Weimer sollte deshalb nicht den Eindruck erwecken, er könne über die Zukunft von ARD und ZDF verfügen“, sagt Beuster.
Ansprechpartner: Alexander Schaub, djv@djv.de
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