dpa-Warnstreik
Fairer Tarifabschluss ist gefordert
Der Deutsche Journalisten-Verband hat gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di die fast 800 Beschäftigten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für den heutigen Freitag zum Warnstreik aufgerufen.
Neben der Nachrichtenagentur sind auch die Tochterunternehmen im Newsroom betroffen. Grund für den Arbeitskampf ist der Stillstand in den laufenden Tarifverhandlungen. Der DJV fordert rückwirkend zum Januar 2026 einen Festbetrag in Höhe von 250 Euro monatlich für die Beschäftigten und eine Gehaltssteigerung um 2,5 Prozent ab Januar 2027. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 18 Monaten haben. Die dpa-Geschäftsführung bietet 110 Euro Festbetrag monatlich in 2026 und 2,5 Prozent ab Anfang 2027 bei 24 Monaten Laufzeit. „Das ist in doppelter Hinsicht zu wenig“, sagt DJV-Verhandlungsführer Christian Wienzeck: „Zum einen wird damit nicht die zu erwartende Preissteigerung gedeckt, zum anderen entspricht eine so geringe Gehaltserhöhung nicht der gewaltigen Arbeitsleistung der Journalistinnen und Journalisten bei der dpa.“ Der Anspruch an die Qualität der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen bei Deutschlands führender Nachrichtenagentur sei enorm hoch. Ein Angebot für eine Gehaltssteigerung, die in einigen Tarifgruppen nicht einmal die aktuelle Inflation ausgleiche, werde diesem Anspruch nicht gerecht.
Der DJV-Verhandlungsführer sieht daher in dem heutigen Warnstreik den „notwendigen Schuss vor den Bug“ der Geschäftsführung: „Wir erwarten, dass die Tarifverhandlungen konstruktiv zu einem befriedigenden Ergebnis führen.“ Die nächste Verhandlungsrunde soll am 27. März stattfinden.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
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