Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Medien

Journalismus nicht durch KI ersetzen

02.09.2025

Der Deutsche Journalisten-Verband mahnt die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Deutschland, Journalistinnen und Journalisten nicht durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen.

„Der Qualitätsjournalismus lebt von menschlicher Recherche. Generative KI, die nur wiederkäut, was bereits gedacht und gesagt wurde, kann keine neuen Perspektiven schaffen“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Wer Journalismus durch ChatGPT und andere KI-Tools ersetze, riskiere nicht nur Qualität, sondern auch Vertrauen. „Ich sehe die Gefahr, dass Leser und Werbekunden der Verlage nicht bereit sein werden, Geld für Roboterjournalismus auszugeben.“ Mögliche Einsparungen bei den Personalkosten würden so durch wegbrechende Erlöse wettgemacht. Der DJV-Vorsitzende reagiert damit auf Pläne des Axel Springer-Konzerns, über die der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete. Demnach soll bei den Springer-Titeln Welt, Business Insider und Politico in allen Bereichen, auch in den Redaktionen, für jede Routineaufgabe ChatGPT genutzt werden. Für jeden Prozess oder jede Aufgabe soll ein KI-Prototyp erstellt werden. Beuster: „Da liegt der Verdacht nahe, dass KI nicht zur Unterstützung, sondern zum Ersatz journalistischer Arbeit genutzt wird. Das darf kein Vorbild für andere Medienhäuser werden.“

Stattdessen, so Beuster, sollten Medienhäuser Künstliche Intelligenz dort einsetzen, wo sie journalistische Recherchen erleichtert und vertieft. „Wo es etwa um die Auswertung riesiger Datenmengen geht, ist KI für Redaktionen eine willkommene Hilfe.“ Die journalistische Kernarbeit müsse aber auch künftig von Medienschaffenden mit Qualifikation und Ausbildung gemacht werden.

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

Email: djv@djv.de

Künstliche Intelligenz Qualität im Journalismus

Weitere Pressemitteilungen

Messengerdienst Signal

09.02.2026

Phishing-Warnung ernst nehmen

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft alle Journalistinnen und Journalisten auf, die Warnungen von deutschen Sicherheitsbehörden vor Phishing-Attacken im Messengerdienst Signal ernst zu nehmen.

Mehr
Medienpolitik

04.02.2026

Nicht nach Washington schielen

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD davor, medienpolitische Entscheidungen an vermuteten Reaktionen von US-Präsident Donald Trump auszurichten.

Mehr
Übergriffe

03.02.2026

Demo-Recherchen nur im Team

Der Deutsche Journalisten-Verband rät Medienschaffenden dazu, Vorort-Recherchen über Demonstrationen und Veranstaltungen extremistischer Gruppierungen nur im Team durchzuführen.

Mehr
IP-Adressen

02.02.2026

Berufsgeheimnis weiter schützen

Das Medienbündnis, dem auch der Deutsche Journalisten-Verband angehört, fordert das Bundesjustizministerium auf, den vorhandenen Schutz von journalistischen Berufsgeheimnisträgern zu erhalten.

Mehr
Digitalsteuer

29.01.2026

DJV unterstützt SPD-Vorstoß

Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt den Beschluss des SPD-Präsidiums zur Einführung einer Digitalsteuer, die den journalistischen Medien zugute kommen soll.

Mehr
CNBC-Expansion

20.01.2026

Wirtschaftsjournalismus hat Zukunft

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Expansionspläne des US-amerikanischen Wirtschaftsnachrichtensenders CNBC in den deutschsprachigen Raum.

Mehr
dpa-Tarifrunde

16.01.2026

Festbetrag von 350 Euro gefordert

Mit der Forderung nach einem Festbetrag in Höhe von 350 Euro für die Beschäftigten der Deutschen Presseagentur ist der Deutsche Journalisten-Verband am gestrigen Donnerstag in die Tarifverhandlungen e …

Mehr
Stipendiumsentzug

15.01.2026

DJV fordert von USA Aufklärung

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Außenministerium der USA Aufklärung darüber, warum einer deutschen Journalistin ein fest zugesagtes Stipendium kurz vor dem geplanten Abflug in die USA en …

Mehr
Transparenz

14.01.2026

Gesetzgeber muss IFG ausbauen

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Gesetzgeber auf, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) auszubauen.

Mehr
Zensurvorwurf

13.01.2026

DJV begrüßt Günthers Klarstellung

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Klarstellung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zu den gegen ihn erhobenen Zensurvorwürfen.

Mehr