Nato-Gipfel
Journalistenhatz thematisieren
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, die Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten in der Türkei beim anstehenden Nato-Gipfel in Ankara zu thematisieren.
Der DJV reagiert damit auf die Inhaftierung zahlreicher Regimekritiker, darunter auch Medienschaffende, auf das Verbot von Pressekonferenzen sowie verweigerte Akkreditierungen für Journalisten kritischer Medien. Bereits mehr als eine Woche vor Beginn des Nato-Gipfels befindet sich Ankara nach Medienberichten im Ausnahmezustand. „Das Regime des Autokraten Recep Tayyip Erdogan zeigt seine hässliche Fratze“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten müssen bei ihrem Gipfel in der türkischen Hauptstadt deutliche Worte finden. Das gilt auch für den deutschen Bundeskanzler.“ Demokratische Prinzipien dürften nicht durch Schweigen auf dem Altar militärischer Bündnistreue geopfert werden.
Der DJV-Vorsitzende erklärt sich darüber hinaus solidarisch mit dem türkischen Journalistenverband, der die Zwangsmaßnahmen gegen seine Mitglieder verurteilt: „Es ist notwendig und mutig, für die türkischen Kolleginnen und Kollegen einzustehen. Dafür haben wir vom DJV größte Hochachtung.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de