Bildmanipulationen
Medien müssen sich fit machen
Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Verantwortlichen in den Medienunternehmen zu einem Ausbau der Bildredaktionen auf.
Anlass sind Berichte über eine zunehmende Zahl von Manipulationsversuchen mit Hilfe von professionell erstellten Pressefotos. Aktuell betrifft das in internationalen Medien veröffentlichte Fotos von stark abgemagerten Kindern, deren Zustand jedoch offenbar nicht auf die Hungersnot in Gaza zurückzuführen ist. „Kriegsparteien aller Seiten, in- und ausländische Meinungsmedien sowie Geheimdienste nutzen wie noch nie die Macht von Bildern, um die öffentliche Meinung zu steuern“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Deshalb müsse die Rolle der Bildredaktionen innerhalb der journalistischen Abläufe und in der Personalplanung der Medienunternehmen gestärkt werden. „Bildredaktion heißt auch Fact-Checking“, so Beuster.
Der DJV-Vorsitzende erinnert daran, dass manipulierte Bilder der Glaubwürdigkeit der Medien extrem schaden. „Wir Journalistinnen und Journalisten müssen unsere Verantwortung verdammt ernst nehmen. Das geht aber nur, wenn uns die Leitungen der Verlage und Sender den Rücken stärken.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner