Volkswagen
Medien müssen Zugang zu VW-Werksgelände erhalten
Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert energisch gegen die Entscheidung des Volkswagen-Konzernvorstands, Medienvertretern den Zugang zum Wolfsburger Werksgelände beim bundesweiten Automobil-Aktionstag am 21. September zu verwehren.
Nach Angaben der IG Metall hat der VW-Konzernvorstand eine Pool-Lösung untersagt. Aus Sicht des DJV ein nicht hinnehmbarer Vorgang. „Der Ausschluss von Medienschaffenden vom Aktionstag durch die VW-Führung ist ein schwerwiegender Eingriff in die freie Berichterstattung“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Wenn sich die Beschäftigten von Europas größtem Automobilkonzern angesichts der in der VW-Geschichte beispiellosen Krise zum Aktionstag versammeln, kann der VW-Vorstand daraus keinen Closed Shop machen.“ Die freie Berichterstattung vom Volkswagen-Stammsitz in Wolfsburg müsse möglich sein. „Journalistinnen und Journalisten müssen die Möglichkeit haben, sich selbst ein Bild zu machen. Ein Medienausschluss ist dafür das denkbar schlechteste Mittel.“
Der DJV fordert den VW-Konzernvorstand auf, die Entscheidung umgehend zurückzunehmen und Medienvertretern den Zugang zum Werksgelände in bewährter Praxis zu ermöglichen.
Ansprechpartner: Alexander Schaub, djv@djv.de
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