Bosnien
Mehr Einsatz für Pressefreiheit
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, sich für den Ausbau der Pressefreiheit in Bosnien einzusetzen.
Der DJV reagiert damit auf den angekündigten Rückzug des Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina Christian Schmidt. Deutschland und Europa dürften die bosnische Zivilgesellschaft nicht im Stich lassen, fordert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: „Schon jetzt kämpfen unabhängige Journalistinnen und Journalisten praktisch auf eigene Faust“, so Beuster unter Berufung auf die europäischen Kontakte des DJV. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sind Medienschaffende häufig Ziel von Drohungen und verbalen Angriffen, gelegentlich auch von körperlichen Übergriffen. In der Rangliste der Pressefreiheit rangiert Bosnien-Herzegowina nur auf Platz 90.
Mittelgeber wie die Amerikaner haben sich aus der Finanzierung von unabhängigen Medienprojekten zurückgezogen, stattdessen beeinflussen von Diktaturen wie Russland ausgehende Propagandakanäle den hochgradig monopolisierten Medienmarkt. „Berlin und Brüssel müssen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, damit Desinformation und Propaganda nicht die Oberhand gewinnen“, so Beuster.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
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