AfD-Bundesparteitag
Polizei muss Journalisten schützen
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Sicherheitsbehörden zu einem wirksamen und umfassenden Schutz der Journalistinnen und Journalisten am kommenden Wochenende in Erfurt auf.
Aus Anlass des AfD-Bundesparteitags werden Delegierte und Sympathisanten der Rechtsaußen-Partei sowie Zehntausende Gegendemonstranten, darunter nach Polizeiangaben bis zu 2.500 gewaltbereite Linksextremisten, in der thüringischen Landeshauptstadt erwartet. Da mit Blockadeaktionen der Zufahrtswege zum Erfurter Messegelände gerechnet wird, sollen Polizeikräfte aus zahlreichen Bundesländern im Einsatz sein. „Wir erwarten“, so DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster, „dass die Polizistinnen und Polizisten die Freiheit der Berichterstattung jederzeit und an jedem Ort ermöglichen und die Reporter im Falle von Ausschreitungen vor Gewalt schützen.“ Die verantwortlichen Einsatzleiter müssten die Polizisten im Vorfeld über den bundeseinheitlichen Presseausweis und die Aufgaben der hauptberuflich tätigen Journalistinnen und Journalisten informieren. „Vor den vielbeachteten Landtagswahlen im September ist das öffentliche Interesse am Bundesparteitag der AfD groß“, so Beuster. „Da darf es keine Einschränkungen der freien Berichterstattung geben – ganz gleich aus welchem politischen Lager.“
Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang auf die Ausschreitungen in Gießen Ende November 2025 hin, als es am Rande von Protesten gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation zu Ausschreitungen kam. Damals wurden mehrere Journalisten von der Polizei an der Berichterstattung gehindert. Beuster: „Das darf sich in Erfurt nicht wiederholen.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de