Eisschnelllauf-Gemeinschaft
Protest gegen Hausverbot
Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Beschränkung kritischen Journalismus durch die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).
Anlass sind die verweigerte Akkreditierung der Sportjournalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus und das am Vormittag erteilte Hausverbot zur Pressekonferenz des Verbandes am heutigen Donnerstag in Berlin. Thema der Pressekonferenz, bei der keine Bild- und Tonaufnahmen zugelassen sind, soll die kritische Berichterstattung der beiden Journalisten in der ARD über den Sportverband sein. Seppelt und Mebus hatten über ein Klima der Angst und über Einschüchterungen von Athletinnen und Athleten berichtet. „Das sind schwerwiegende Vorwürfe, über die Transparenz hergestellt werden muss“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Es sei selbstverständlich, dass auch Kritiker zur Pressekonferenz eingeladen werden müssten. „Das Hausverbot gegen die ARD-Kollegen ist ein unglaublicher Vorgang.“ Der Sportverband war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang daran, dass die Förderung der DESG mit öffentlichen Geldern einen besonderen Informationsanspruch der Öffentlichkeit begründe: „Es geht nicht an, eine Pressekonferenz wie einen closed shop zu organisieren.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de