Öffentlich-Rechtliche
Resilienz gegen AfD stärken
Der Deutsche Journalisten-Verband ermuntert die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, sich aktiv gegen die Rundfunkpläne der AfD einzusetzen.
Der DJV unterstützt damit die Stellungnahme des Initiativkreises öffentlich-rechtlicher Rundfunk (IÖR) vom Wochenende, der ARD, ZDF und Deutschlandradio zu verstärktem Engagement gegen die rundfunkpolitischen Ziele der Alternative für Deutschland aufgefordert hatte. Die Pläne stellten einen „massiven Angriff auf ARD, ZDF und Deutschlandradio und die gesamte Rundfunkordnung“ dar. Taten seien gefragt. „Die Öffentlich-Rechtlichen müssen ihre Resilienz gegen die AfD stärken“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Dass sich die ARD-Anstalten mit einer möglichen Kündigung des MDR-Staatsvertrags durch die künftige Landesregierung von Sachsen-Anhalt auseinandersetzten, sei gut und richtig. „Die Sender müssen klarstellen, dass sie ihren Journalistinnen und Journalisten den Rücken stärken, wenn nach den Landtagswahlen im Osten Journalistenbashing schlimmstenfalls zur Regierungspolitik gehört.“ Der DJV stehe dabei an ihrer Seite.
Der DJV-Vorsitzende sieht in der Verteidigung der Rundfunkfreiheit die gesamte Zivilgesellschaft gefordert: „Der Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der freien Berichterstattung ist nicht allein Aufgabe der Justiziariate in den Sendern und der Gerichte“, so Beuster. Wenn es hart auf hart komme, müssten die Bürgerinnen und Bürger für die Freiheit des Journalismus auf die Straße gehen.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de
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