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01. Oktober 2018
Bildjournalisten

Angst vor der DSGVO

Der Messestand des DJV auf der Photokina in Köln bewies: Viele Fotografen haben Angst vor der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Und die Sorge um die Einschränkung der Foto- und Filmfreiheit treibt die Branche zusätzlich um.

Protest für die Fotofreiheit. Collage: Christina Czyblik

Dass der DJV auf der Bildmesse Photokina in Köln mit einem eigenen Messestand vertreten ist, gehört längst zum Service von Deutschlands größter Journalistenorganisation für die Bildjournalisten dazu. Denn bei keinem anderen Event der Fotografie kommen so viele Menschen zusammen wie bei der Photokina. Entsprechend groß ist der Andrang am DJV-Stand.

 

In diesem Jahr war er noch größer als sonst. Denn zentrales Thema am Messestand waren die Datenschutzgrundverordnung und die Foto- und Filmfreiheit. Was Bildjournalisten im Zusammenhang mit der DSGVO beachten sollten, stand zusammengefasst auf Miniflyern im Visitenkartenformat. Die gingen weg wie warme Semmeln. Denn viele Fotografen haben noch immer Angst vor der DSGVO, vor allem weil sie sich bisher nicht ausreichend informiert fühlten. Diese Lücke schließen die DJV-Kärtchen nun.

 

Das andere große Thema, die Foto- und Filmfreiheit, treibt die Bildjournalisten nicht weniger um. Zur Eröffnung der Photokina hatte der DJV einen Online-Appell an die Politik gestartet, die Freiheit der Fotografie zu erhalten und nicht den Datenschutz über alles zu stellen. Vor allem das Kunsturhebergesetz soll so bleiben, wie es ist. Innerhalb kürzester Zeit kamen 100 Unterschriften zustande. Und am DJV-Messestand ließen sich viele Fotografen mit Protestschildern ablichten. Ihre Botschaft: Wir lassen uns weitere gesetzliche Einschnitte in die Pressefreiheit nicht gefallen. Richtig so, denn der schleichende Tod führt irgendwann zum Ende journalistischer Bilder und Filme.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

 

 


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