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DJV-Lexikon: Presseversorgung

Die Versorgungswerk der Presse GmbH ist bei Zeitungen und Zeitschriften die tariflich vereinbarte Pflichtversicherung für angestellte Redakteure, die von Verlagen bezuschusst wird. An Rundfunkanstalten werden auch Zuschüsse für Freie gezahlt.

Funktion und Leistungen der Arbeitgeber

Der DJV ist Mitgesellschafter der Presseversorgungswerk GmbH. Sie ist im Bereich der tariflich gebundenen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen die Pflichtversicherung für angestellte Redakteure.

Die Verlage zahlen hierzu einen Zuschuss von 5 Prozent, die Journalisten von 2,5 Prozent.

Im Bereich der freien Journalisten an Rundfunkanstalten gibt es die Möglichkeit eines Zuschusses der Rundfunkanstalten in Höhe von 4 Prozent, wenn der freie Journalist seinerseits 4 Prozent einzahlt.

Sollte der freie Journalist weder über die Rundfunkanstalt noch die Künstlersozialkasse versichert sein, kann der Zuschuss auch 7 Prozent betragen.

Redakteure und freie Journalisten, die nicht von Tarifregelungen bzw. betrieblichen Zusagen profitieren, können sich bei der Presseversorgungswerk freiwillig versichern.

Versicherungsangebot

Das Presseversorgungswerk ist kein eigener Versicherer, sondern hat mit den drei großen Lebensversicherern Allianz (2/3 -Anteil), Axa und Gerling einen Vertrag geschlossen, nach dem diese drei Anbieter das Risiko tragen. Die Konditionen sind günstiger als direkt bei den Anbietern.

Nicht tarifgebundene Redakteure und freie Journalisten können sich beim Presseversorgungswerk freiwillig versichern.

Wer als Journalist frei im aktuellen Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks arbeitet, kann statt der Pensionskasse Rundfunk auch das Presseversorgungswerk wählen und erhält dadurch zu seinem Eigenbeitrag von vier Prozent des Honorars einen Zuschuss in gleicher Höhe von der Anstalt.

Da das Presseversorgungswerk auf berufstätige Journalisten ausgerichtet ist, leistet es auch, wenn der Journalist bei der Arbeit in Krisen- und Kriegsgebieten zu Tode kommt. Gleiches gilt für die oft mit abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ein Detail, das bei anderen Versicherungen häufig nicht gegeben ist. Bei solchen Versicherungen wird der Aufenthalt in gefährlichen Gebieten mitunter als Eigenverschulden gewertet, das Leistungen ausschließt.

Neben den niedrigen Kosten ist beim Presseversorgungswerk positiv hervorzuheben, dass die entstandenen Überschüsse zeitnah an die Versicherten ausgeschüttet werden sollen.

Zusätzliche Stornokosten fallen bei einer Herabsetzung des Beitrages nicht an. Das ist gerade für Freie wichtig, deren Einkommen permanent schwankt oder auch einmal komplett einbricht.

Auch eine gewisse Transparenz ist durch Vertreter des DJV in Verwaltungsrat und Finanzkommission möglich.

Links

Link zur Info-Seite der Versorgungswerk der Presse GmbH:

www.presse-versorgung.de

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Der DJV setzt sich für eine flächendeckende Erfassung der Arbeitszeit ein.
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