Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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13. Januar 2015
Lügenpresse

Als Unwort geächtet

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung begrüßt, den Begriff „Lügenpresse“ als Unwort des Jahres zu ächten.

Eine Jury aus Sprachwissenschaftlern hatte dies am heutigen Dienstag in Darmstadt bekannt gegeben. „Lügenpresse“ wird seit Wochen von den Pegida-Demonstranten als Parole Medien und Journalisten entgegen gehalten, weil sie angeblich einseitig über den Islam, die in Deutschland lebenden Moslems und die Anliegen der Pegida-Gruppe informierten.

 

„Es charakterisiert die Pegida-Demonstranten, dass sie für ihre Ablehnung des kritischen Journalismus einen Kampfbegriff der Nazis gewählt haben“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Die Entscheidung der Jury, diesen Begriff zum Unwort des Jahres zu erklären, unterstreicht die Ungeheuerlichkeit der alltäglichen Beleidigungen von Journalistinnen und Journalisten durch die Ausländerfeinde.“ Damit werde hoffentlich verhindert, dass der Kampfbegriff schleichend in den allgemeinen Wortschatz übergehe.

  

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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