Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
Service-Bereich

Pressemitteilungen

28. Juli 2017
Diesel-Affäre

Autofirmen sind intransparent

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Informationspolitik der mit Betrugsvorwürfen konfrontierten deutschen Automobilunternehmen.

Recherchierende Journalistinnen und Journalisten sind nach DJV-Informationen seit Bekanntwerden der sogenannten Diesel-Affäre vor fast zwei Jahren bei Automobilunternehmen immer wieder mit Informationsblockaden konfrontiert. Recherchen werden im Zweifel eher behindert als mit Fakten und Hintergründen angereichert.

 

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall findet insbesondere die Reaktionen auf den vom „Spiegel“ erhobenen Vorwurf der jahrelangen kartellrechtswidrigen Absprachen zum Teil „verhaltensoriginell“: Die enge Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern als aktiven Beitrag zu mehr Innovation zum Nutzen der Kunden umzudeuten, sei Werbesprache, aber keine „wirklich zitationsfähige Antwort“. Und die von einem anderen betroffenen Autohersteller behauptete „Fortsetzung des Erfolgskurses“ unterstreiche den Eindruck, so Überall, dass kritische Recherchen und Veröffentlichungen „am liebsten ignoriert werden“. Überall: „Der wichtigste deutsche Industriezweig stellt sich ein kommunikatives Armutszeugnis aus.“ Die Journalisten dürften nicht müde werden, Licht ins Dunkel der Dieselaffäre zu bringen.

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


Termine

Di 12/12/17
DJV-Seminare, Betriebsräte Betriebsratswahlen
Fr 15/12/17
Journalistenkalender, Webinar ... Gründe Dein eigenes Medienunternehmen
Do 18/01/18
Bleilettern bilden das Wort "News"

Auf unseren News-Seiten erhalten Sie interne, aber auch externe Quellen für Ihre Berufsinformation, Recherchen oder Themen-Idee.
... mehr