Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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21. Februar 2018
AfD-Medienhetze

Bundestag soll missbraucht werden

Der Deutsche Journalisten-Verband wirft der Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland vor, das Parlament für Medienhetze zu missbrauchen.

Anlass ist der Antrag der AfD-Fraktion, am morgigen Donnerstag im Plenum 45 Minuten über einen satirischen Kommentar des Journalisten Deniz Yücel debattieren zu wollen. „Es ist geradezu absurd, dass die AfD den Bundestag als Bühne für ihr gestörtes Verhältnis zur Presse- und Meinungsfreiheit benutzen will“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Erneut stelle die AfD unter Beweis, dass sie nicht zwischen journalistischen Stilformen unterscheiden könne. Bewusst versuche sie, satirische Äußerungen als Tatsachenbehauptungen hinzustellen. „Das sollten sich die Abgeordneten der anderen Parteien nicht bieten lassen.“

 

Der Text des am vergangenen Freitag aus türkischer Untersuchungshaft freigelassenen Journalisten Deniz Yücel stammt aus dem Jahr 2011 und ist damals als satirischer Kommentar in der taz veröffentlicht worden. Überall: „Dass die AfD mit bissiger Medienkritik ein Problem hat, ist so alt wie diese Partei. Der Bundestag sollte dem nicht auf den Leim gehen.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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