Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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14. Juli 2017
Ein Jahr Militärputsch

Gedenken an Journalisten

Der Deutsche Journalisten-Verband gedenkt ein Jahr nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei der rund 170 inhaftierten Journalisten.

„Schon vor dem Putsch war die Pressefreiheit in der Türkei unter Druck“, erinnert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Seitdem jedoch kennt Präsident Erdogan keine Schranken mehr und verfolgt alle Kritiker mit äußerster Härte.“ Das einzige „Vergehen“, dessen sich die inhaftierten Journalisten schuldig gemacht hätten, sei kritische Berichterstattung. „Dass man dafür in der Türkei im Gefängnis landet, sagt eine Menge über den innenpolitischen Zustand des Landes aus.“

Der DJV-Vorsitzende fordert von der deutschen Bundesregierung, weiter auf die Freilassung der eingesperrten Journalisten hinzuwirken: „Nur mit politischem Druck lässt sich etwas bewirken.“ Politik und Öffentlichkeit dürften sich nicht mit der Unterdrückungssituation in der Türkei abfinden. Überall: „Der Autokrat Erdogan hat nach dem Militärputsch die demokratischen Institutionen abgebaut und die Justiz unter seine Kontrolle gebracht.“ Deshalb sei nicht damit zu rechnen, dass die wegen Terrorverdachts angeklagten Journalisten in einem rechtsstaatlichen Verfahren freigesprochen würden. „Wo Willkür zur Staatsräson geworden ist, hat die Freiheit keine Chance.“

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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