Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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15. September 2019
Höcke-Interview

Grenze überschritten

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen die Drohungen des thüringischen AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gegen Journalisten des ZDF.

Der Politiker hatte ein Interview mit der ZDF-Sendung Berlin direkt abgebrochen und mit „massiven Konsequenzen“ gedroht. Wörtlich sagte er: „Wir wissen nicht, was kommt. Vielleicht werde ich auch mal eine interessante persönliche, politische Person in diesem Land.“ Vorher hatten Höcke und sein Sprecher versucht, bereits getätigte Aussagen wieder zurückzuziehen, worauf sich der ZDF-Redeakteur nicht einließ. „Björn Höcke hat ein weiteres dunkles Kapitel des gestörten Umgangs der AfD mit der Pressefreiheit im allgemeinen und kritischen Journalistinnen und Journalisten im besonderen aufgeschlagen“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.

 

Es sei völlig richtig gewesen, dass sich der ZDF-Kollege nicht darauf eingelassen habe, das Interview in Höckes Sinn weichzuspülen. „Der Abbruch des Gesprächs durch den Interviewten zeigt, dass er auf kritische Fragen keine intelligenten Antworten hat.“ Überall: „Herr Höcke hat die Schwelle von der Demokratie zu faschistischen Fantasien überschritten.“

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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