Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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29. Mai 2016
Gauland-Interview

Keine AfD-Stimmungsmache!

Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilt die Stimmungsmache des AfD-Politikers Alexander Gauland gegen Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

Gauland hatte behauptet, die von der FAS veröffentlichten rassistischen Äußerungen von ihm gegen den Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng seien nicht gefallen. Gauland hatte gesagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Die FAS stellte klar, dass das Zitat genauso gefallen sei.

 

„Ich habe keinen Grund, an der Aussage der beiden Journalisten der renommierten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu zweifeln, dass sie Gauland richtig zitiert haben“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Herr Gauland versucht hier das gleiche perfide Spiel, das seine Parteichefin Frauke Petry nach dem Schießbefehl-Interview vorgemacht hat: erst durch eine menschenverachtende Aussage provozieren, dann den Rückzug antreten und die Schuld den Journalisten in die Schuhe schieben.“ Auf Unwissenheit über die journalistischen Spielregeln könne sich der AfDPolitiker nicht berufen. Gauland sei über ein Jahrzehnt lang Herausgeber der Märkischen Zeitung gewesen. Überall: „Hier ist ein Profi am Werk, der Journalisten zu Hilfswilligen seiner extremen Ansichten degradieren will.“ Es sei gut und richtig, dass die FAS ihre Sicht der Dinge klar, unmissverständlich und schnell mitgeteilt habe. Der mündige Leser könne sich so sein eigenes Urteil bilden.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner


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