Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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08. September 2016
Knebelvertrag

Keine Gedeck-Interviews!

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt alle Journalistinnen und Journalisten davor, sich auf Interviewvereinbarungen mit der deutschen Schauspielerin Martina Gedeck einzulassen, in denen eine inakzeptable Autorisierung weit über die Zitate der Schauspielerin hinaus gefordert wird.

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall kritisiert insbesondere eine Klausel in den dem DJV vorliegenden Verträgen als „nicht hinnehmbaren Eingriff in das Layout der Zeitung“. Diese lautet: „Sofern Zitate auf dem Titel der Zeitung, in der Überschrift, in Unterüberschriften, Zwischenüberschriften oder Bildunterschriften bzw. in Falle der Hervorhebung durch Fettdruck im Fließtext verwendet werden, sind diese auch konkret mit Künstler abzustimmen.“ Welche Über- und Unterschriften der Journalist wähle, gehe die Interviewpartnerin nichts an.

 

Ebenso sei die geforderte Einbindung der Schauspielerin in die Bildauswahl nicht zu akzeptieren: „Das lässt keine freie Berichterstattung mehr zu“, betont der DJV-Bundesvorsitzende. „Wenn Journalisten zu Werbeträgern degradiert werden sollen, ist Boykott die einzig mögliche Antwort.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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