Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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14. August 2018
Kommentare

Mehr Personal nötig

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Medienunternehmer auf, mehr qualifizierte Journalistinnen und Journalisten für die Moderation von Kommentaren und Forenbeiträgen einzustellen.

. „Dass die Deutsche Welle ihre Kommentarfunktion im Internet wegen der Flut von Hasskommentaren abgeschaltet hat, muss als Alarmsignal für alle Digitalseiten von Medien wahrgenommen werden“, fordert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Wenn der Dialog mit Lesern bzw. Usern gepflegt werden solle, müsse die Kommentarfunktion unter journalistischen Beiträgen unbedingt erhalten werden. „Das Beispiel der Deutschen Welle lehrt uns: Das geht nur mit genügend Personal.“ Der Leserdialog dürfe nicht als Abfallprodukt der journalistischen Berichterstattung den Kolleginnen und Kollegen zusätzlich zu ihrer Kernarbeit übergestülpt werden. „Spätestens seit der ,Lügenpresse‘-Diskussion ist klar, dass wir nicht weniger, sondern mehr Dialog mit unseren Lesern, Zuhörern und Zuschauern brauchen“, so der DJV-Vorsitzende.

 

Vor wenigen Tagen hatte die Chefredakteurin der Deutschen Welle bekannt gegeben, dass die Kommentarfunktion unter den Beiträgen des Senders auf seinen Digitalseiten als Reaktion auf Hasskommentare abgeschaltet werde. Überall: „Hasskommentare, Beleidigungen und Verleumdungen dürfen nicht veröffentlicht werden. Aber mit dem Aus für die Kommentarfunktion wird die Schlammschlacht nicht beendet, sondern auf die Ebene der Social Media verlagert. Und sachliche Kritik findet dann keinen Platz mehr.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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