Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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12. Mai 2017
Inhaftierte Journalistin

Sofort frei lassen!

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die türkische Justiz auf, die deutsche Journalistin Mesale Tolu sofort auf freien Fuß zu setzen.

Die in Istanbul lebende freie Journalistin war, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 1. Mai festgenommen worden. Ihr wird Terrorpropaganda vorgeworfen, weil sie als Berichterstatterin an der Beerdigung kommunistischer Politiker teilgenommen haben soll. „Das ist ein neuer, besonders dreister Willkürakt der türkischen Autokratie gegen die freie Presse“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Wäre die Türkei ein Rechtsstaat, hätte Mesale Tolu allenfalls ausgewiesen werden können. Ihre Verhaftung ist ein weiterer trauriger Beweis dafür, dass das Erdogan-Regime jedes Maß verloren hat.“ Er erwarte vom Auswärtigen Amt, dass es sich mit Nachdruck für die Freilassung der deutschen Staatsbürgerin Tolu einsetze.

 

Der DJV-Vorsitzende erinnert daran, dass weitere 150 Journalisten in der Türkei hinter Gittern sitzen, weil sie ihren Beruf „kritisch und nicht als Höflinge von Recep Tayyip Erdogan“ ausgeübt hätten. Ihr Schicksal sowie das des prominenten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel sei nach wie vor ungeklärt. Überall: „Journalismus ist kein Verbrechen. Deshalb gehören Journalisten in die Redaktionen und nicht in den Knast.“

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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