Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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15. August 2017
Pressefreiheit

Türkei-Politik ist verfehlt

Der Deutsche Journalisten-Verband nennt die Türkei-Politik von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel verfehlt.

Offensichtlich fehle es an Anstrengungen, die Lage der Grundrechte in der Türkei zu verbessern und die inhaftierten Journalistinnen und Journalisten frei zu bekommen, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Er reagiert damit auf Äußerungen Gabriels in einem Interview mit den DuMont-Zeitungen. Darin sagt der Außenminister, der türkische Präsident reagiere auf Druck und habe die Terrorbeschuldigung gegen 680 deutsche Unternehmen fallen gelassen. „Und was ist mit den unschuldig einsitzenden Journalisten? Wann wird das Unrecht, das ihnen widerfährt fallen gelassen?“, fragt der DJV-Vorsitzende.

 

Es sei bittere Ironie, dass sich der Bundesaußenminister für seine berechtigte Intervention zugunsten der deutschen Unternehmen feiere und mit keinem Wort auf die Journalisten hinter Gittern eingehe, kritisiert Überall. Unter ihnen befänden sich mit der freien Journalistin Mesale Tolu und dem „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel schließlich auch Kollegen mit deutscher Staatsbürgerschaft. „Herr Gabriel sollte den Druck, der offenbar den Terrorvorwurf gegen die Wirtschaft aus der Welt geschafft hat, in mindestens der gleichen Stärke zugunsten unserer Kollegen entfalten“, so der DJV-Vorsitzende. „Das ist er der Presse- und Meinungsfreiheit schuldig.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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