Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilungen

Deutsche Welle

Tarifverhandlungen gescheitert

17.08.2020

Bei den Tarifverhandlungen für die Journalistinnen und Journalisten der Deutschen Welle (DW) haben am heutigen Montag die beteiligten Gewerkschaften die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Der Deutsche Journalisten-Verband, ver.di und die VRFF hatten die Einhaltung der bereits vereinbarten Eckpunkte gefordert, die eine lineare Erhöhung der Honorare und Gehälter von 6,2 Prozent über eine Laufzeit von 33 Monaten vorsehen. Die DW hatte mit Verweis auf die Corona-Pandemie lediglich eine jährliche Erhöhung von einem Prozent und eine geringfügige Einmalzahlung für 2020 angeboten.

 

DJV-Verhandlungsführerin Hanna Möllers ist über das Verhalten der Geschäftsleitung irritiert: „Die DW ist damit eindeutig wortbrüchig geworden, da das Eckpunktepapier im Februar bereits unterschriftsreif verhandelt war. Die Geschäftsleitung versucht, die Pandemie-Situation für Einsparungen zu nutzen.“

 

Die Deutsche Welle muss ihren Etat nicht wie andere Medienunternehmen erwirtschaften, sondern bekommt ihn aus dem Bundeshaushalt. Corona habe insofern keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Sender, erklärt die Verhandlungsführerin der Gewerkschaften. Das Angebot von einem Prozent sei auch insofern unverschämt, als die Arbeitsbelastung der Journalistinnen und Journalisten seit Beginn der Pandemie deutlich zugenommen habe. Für  den Fall einer Absenkung des DW-Budgets hatten die Gewerkschaften dem Sender ein Sonderkündigungsrecht angeboten. Auf dieses Zugeständnis hat sich die Geschäftsleitung der Deutschen Welle aber nicht eingelassen.

 

Die Deutsche Welle ist damit die einzige öffentlich-rechtliche Anstalt, die in der aktuellen Tarifrunde keinen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Alle anderen Anstalten haben im Gesamtergebnis ihren Beschäftigten für 2020 bis 2022 Honorar- und Gehaltserhöhungen von mindestens 6,2 Prozent zugebilligt in Anlehnung an den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DJV-Bundesverbands:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

 

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