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01. August 2012
Leistungsschutzrecht

Absetzbewegung?

Das geplante Leistungsschutzrecht für Verlage bleibt weiter in der Kritik. Mit seinem ausschließlichen Zuschnitt auf Suchmaschinen nützt es den Verlegern nichts, was deren Verbände BDZV und VDZ die Öffentlichkeit bereits wissen ließen. Google schlug indes den Weg nach vorn ein und regte an, einen Runden Tisch im Bundeskanzleramt durchzuführen. Die Wellen, die der überarbeitete Gesetzentwurf aufwühlte, erreichten die Ufer der Politik. Aus den Reihen der Unionsfraktion im Bundestag kam jetzt der Vorschlag, auch Newsaggregatoren in das Gesetz einzubeziehen. Die Verleger sekundierten, dass die Aggregatoren seitenweise Artikel von den Webseiten der Zeitungen zögen. So viel Unruhe war der Bundesregierung offensichtlich zu viel: Wie das Bundespresseamt am Morgen mitteilte, steht am heutigen Mittwoch das Leistungsschutzrecht nicht auf der Tagesordnung des Kabinetts. Wann es behandelt wird, ist nicht bekannt.

 

Hendrik Zörner


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