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16. Februar 2017
Trump

Auch US-Journalisten politisieren sich

Von kritischen Chronisten wandeln sich manche US-Journalisten zu Parteigängern der Demokratie. Am virtuellen Absetzungsverfahren gegen Trump nehmen auch prominente Journalisten teil.

Donald Trump ließ seit seiner Wahl zum US-Präsidenten kaum einen Tag verstreichen, an dem er kritische Medien und Journalisten nicht aufs Korn genommen hätte. Vor laufenden Fernsehkameras schwadronierte er von dem Krieg, in dem er sich mit den Medien befinde. Schlimmer als das ist jedoch die Flut von Tweets, die er täglich über Journalisten ergießt, deren Nase ihm nicht passt.

 

Nach dem Rücktritt seines nationalen Sicherheitsberaters stellen sich viele kritische Fragen nach Trumps Verhältnis zu Russland. Dass sie von Journalisten gestellt werden, ist deren Aufgabe. Trumps Tweet dazu: "Die Fake News-Medien drehen mit ihren Verschwörungstheorien und blindem Hass durch."

 

Seine Gegner machen jetzt mobil und haben eine virtuelle Kampagne zur Amtsenthebung von Trump gestartet. Unter dem Hashtag #TrumpImpeachmentParty versammeln sich all jene, die dem Spuk im Weißen Haus ein schnelles Ende bereiten wollen. Und das sind nicht nur Nerds. Auch namhafte Journalisten machen mit, etwa der legendäre Reporter Dan Rather.

 

Damit werden die Journalisten Parteigänger, machen sich gemein mit einem politischen Ziel. Zumindest hierzulande wäre das fragwürdig. Aber hier haben wir auch weder im Kanzleramt noch im Schloss Bellevue einen aktiven Pressefeind sitzen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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