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DJV Blog

16. März 2017
Reuters

Auf in den Kampf!

Heute beginnen die Tarifverhandlungen für die Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters. Fünf Prozent mehr Einkommen sind gefordert.

Es ist eine harte Nuss, die DJV und dju gemeinsam knacken wollen. Mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Einkommen für die Jouralistinnen und Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters gehen sie heute in die erste Runde der Tarifverhandlungen. Fünf Prozent sind immer eine harte Nuss, egal welcher Arbeitgeber auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Auch wenn die aktuelle Teuerungsrate von etwa zwei Prozent das Plus für die Arbeitnehmer schon deutlich schmaler aussehen lässt.

 

Besonders hart ist das Tarifgeschäft deshalb, weil es sich bei Reuters um einen amerikanischen Medienkonzern handelt. Und in Verhandlungen mit US-Unternehmen müssen große Geschütze aufgefahren werden, um unter dem Strich kleine Verbesserungen zu erzielen. Die Wirtschaftszahlen von Reuters sprechen für angemessene Einkommenszuwächse der Mitarbeiter: Im vergangenen Jahr legte der Agenturumsatz um vier Prozent auf 304 Millionen Euro zu. Und in diesem Jahr soll die operative Rendite auf 30 Prozent steigen.

 

Für ein angemessenes Tarifergebnis hat der Konzern also allemal genug in der Kasse. Mal sehen, wie die Verhandlungen laufen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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