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DJV Blog

06. August 2012
Prominente

Fragen unerwünscht

Dass eine Pressekonferenz einer Tourismusagentur international Schlagzeilen macht, kommt nicht alle Tage vor. Dass das Thema ein gänzlich anderes ist, als die Touristiker es sich gewünscht haben, macht den Fall für sie unangenehm - für die Öffentlichkeit jedoch nicht. Die Rede ist vom deutschen Ex-Tennisstar Boris Becker, der für das Tourismus-Portal VisitBritain in einer Londoner Pressekonferenz Werbung machte. Alles verlief harmonisch im Sinne der Veranstalter, bis eine deutsche Journalistin Fragen nach Beckers Villa auf Mallorca stellte - was nichts mit dem Thema, viel jedoch mit seiner Person zu tun hatte. Becker verlor die Fassung, ging die Journalistin hart an. Und plötzlich interessierte sich niemand mehr für den britischen Tourismusverband. Ein Einzelfall? Keineswegs. Auf lokaler Ebene sind Ausraster von Honoratioren an der Tagesordnung, wenn die "Pressebengels" hartnäckig bohren. Was dagegen hilft? Weiter machen, sich nicht einschüchtern lassen und wie im Fall Becker das Toben des Bürgermeisters öffentlich machen.

 

Hendrik Zörner


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