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19. September 2019
ARD-Streiks

Gute Stimmung

Mehr als 3000 Journalisten beteiligten sich am Mittwoch an den Warnstreiks in mehreren ARD-Sendern. Entschlossenheit und gute Laune waren die überwiegenden Gefühle. Wie geht es jetzt weiter?

Karikatur: Karlheinz Stannies

Bei einigen der bestreikten Sender versuchten Redakteure mit aller Kraft, das Programm irgendwie aufrecht zu erhalten. In manchen Fällen gelang ihnen das, doch die Auswirkungen der Warnstreiks bekamen trotzdem viele Hörer und Zuschauer mit. Und in Bayern auch viele Surfer, denn hier streikten die Onliner des Portals BR24. A propos Bayern: Mit 700 Streikenden lag der Bayerische Rundfunk an der Spitze der ARD-Anstalten.

 

Das Wetter meinte es überwiegend gut mit den ARD-Kollegen. Deshalb fanden die öffentlichen Veranstaltungen, etwa in Köln, auch regen Zuspruch bei den Bürgern. Streikende Journalisten konnten erklären, warum sie mehr Gehalt bzw. Honorar fordern, wie die Arbeitsbedingungen in dem immer stressiger werdenden Redaktionsalltag sind, warum der öffentlich-rechtliche Informationsauftrag seinen Preis hat und behalten muss.

 

Nachhilfeunterricht können auch die Intendanten gebrauchen. Denn es war ihre Knauserigkeit in den Tarifverhandlungen, die so viele Journalisten in den Arbeitskampf getrieben hat. Es ist an ihnen, daraus Konsequenzen zu ziehen und Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen. Denn eine Lehre aus dem Aktionstag am Mittwoch ist, dass es für den DJV keiner großen Anstrengungen bedarf, die ARD-Kollegen zum Warnstreik zu motivieren.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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