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02. August 2012
App-Streit

Keine Bewegung

Es sieht so aus, als ob das Kölner Landgericht doch noch darüber entscheiden muss, wieviel Information die Online-Auftritte von ARD und ZDF bieten dürfen. Vor zwei Wochen hatte das Gericht die Streitparteien Verleger und Fernsehsender fast flehentlich aufgefordert, sich gütlich zu einigen. Geschehen ist seither nichts. Zwar sprach BDZV-Präsident Helmut Heinen jetzt davon, dass man gar nicht so weit voneinander entfernt sei. Doch das dürften ARD und ZDF anders sehen. Auf Videos wollen sie sich online nicht reduzieren lassen. Die klagenden Verlage ihrerseits haben nicht vor, ihre Webseiten für alle Zeiten statisch nur mit Texten und Fotos zu füllen. Wo die Kompromisslinie verläuft, lässt sich da für Außenstehende nicht ausmachen. Ob das Gericht eine weise Entscheidung fällt, dürfte sich in Kürze herausstellen. Ob sie auch journalistisch ist, bleibt zu hoffen.

 

Hendrik Zörner


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