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17. Juli 2012
Agenturen

Twittern mit Anstand

Für Samthandschuhe oder einen pfleglichen Umgang mit der Konkurrenz ist die Nachrichtenagentur dapd nicht gerade bekannt. Seit sie aus der Übernahme von AP Deutschland durch den ddp entstanden ist, hat die dapd nichts unversucht gelassen, die eigenen Leistungen und Erfolge im Wettbewerb mit den anderen Nachrichtenagenturen hervorzukehren. Mit dem Marktführer dpa kam es gar zu (öffentlich ausgetragenen) juristischen Auseinandersetzungen. Doch jetzt scheint die Spitze der Agentur einen Gang zurück zu schalten. Wie das Medienmagazin werben & verkaufen berichtet, hat dapd-Chefredakteur Cord Dreyer die eigenen Leute angewiesen, die Kollegen von dpa & Co. nicht mehr in Twitter zu verunglimpfen. Es sei "auch nicht erlaubt, Entscheidungen und Verlautbarungen konkurrierender Unternehmen abschätzig zu kommentieren", heißt es in Dreyers Anti-Läster-Erlass. Die dapd-Mitarbeiter sollen dabei durchaus die sozialen Netzwerke aktiv nutzen, aber die journalistische Leistung der Mitbewerber müsse geachtet werden.


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