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07. Dezember 2018
Öffentlich-Rechtliche

Was ist da los?

27,7 Prozent. So lautet die Diskriminierungsquote von Freien bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. In der gesamten Wirtschaft liegt die Quote bei 31 Prozent. Was ist bei ARD und ZDF los?

Wie es den Freien bei den öffentlich-rechtlichen Sendern geht, hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung untersuchen lassen. Mit fast 2.000 Teilnehmern an der Umfrage kann das Ergebnis als durchaus repräsentativ gelten. Jetzt hat die Stiftung gemeinsam mit der Bundestagsfraktion der Linken die ersten Ergebnisse veröffentlicht, bei denen es um das Thema Diskriminierung geht. Im Januar sollen die Resultate zur wirtschaftlichen Situation der Freien folgen.

 

27,7 Prozent der Befragten sind demnach schon mindestens einmal Opfer von Diskriminierung geworden. Mobbing, sexuelle Belästigung, Alters- oder ethnische Diskriminierung - so lautet die Rangfolge der Ungeheuerlichkeiten, die genannt wurden. Und noch etwas wurde klar: Der WDR, der wegen sexueller Diskriminierungen wochenlang durch die Medien ging, war kein negativer Ausreißer unter den Anstalten.

 

Was ist bei den Sendern los? Freie Journalistinnen und Journalisten als Fußabtreter von Redakteuren und Abteilungsleitern? Als Blitzableiter, wenn die fest angestellten Mitarbeiter mal einen schlechten Tag haben? Eine Horrorvorstellung, die aber leider nicht aus der Luft gegriffen ist. Die Freien und wir vom DJV fordern Antworten.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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