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19. März 2015
heute-Korrekturseite

ZDF übt Transparenz

Fehler in der Berichterstattung will das ZDF künftig öffentlich machen und korrigieren. Die Korrekturseite steht auf heute.de.

Fehler macht jeder, auch Journalisten. Sie einzuräumen, ist keine Schande, sondern Ausdruck von Offenheit gegenüber Lesern und Zuschauern. Das ist für die Redaktion der New York Times selbstverständlich. Den Lesern gegenüber räumt sie freimütig ihre Irrtümer und Pannen ein.

 

Das Modell stand Pate für die Korrekturseite, die die heute-Redaktion des ZDF jetzt auf heute.de freigeschaltet hat. ZDF-Chefredakteur Peter Frey stellte sie vor, ohne sich einen Seitenhieb auf die "Lügenpresse"-Propagandisten zu verkneifen: "Wir glauben, dass Transparenz das beste Gegenmittel gegen Verschwörungstheorien und Manipulationsvorwürfe ist." Denn das ZDF wird, wie auch andere Medien, beharrlich für angeblich antirussische Propaganda in der Berichterstattung über die Ost-Ukraine attackiert. Inhaltlich ernst zu nehmen sind solche Vorwürfe nicht, aber ihre bloße Masse ist beängstigend. Vielleicht trägt die Offenheit des ZDF dazu bei, den Ideologen des dumpfen Medienbashings das Wasser abzugraben.

 

Hendrik Zörner


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