Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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MDR-Tarifkonflikt

Eskalation

05.09.2017

Die Geschäftsführung des Mitteldeutschen Rundfunks hat mit einem Dumping-Angebot den Tarifkonflikt mit den MDR-Journalisten verschärft. Die Folge war ein weiterer Warnstreik.

An Streikerfahrung mangelt es ihnen inzwischen nicht mehr. Die Journalisten des Mitteldeutschen Rundfunks sind auf Krawall gebürstet, aus gutem Grund. Sie verdächtigen ihre Geschäftsführung, die längst überfällige Erhöhung der Gehälter und Honorare zu boykottieren. Deshalb fanden am vergangenen Donnerstag bereits Warnstreiks an verschiedenen MDR-Standorten statt. 5,5 Prozent fordern DJV und ver.di für die Beschäftigten. Völlig inakzeptabel, meinen die Verantwortlichen des Senders.

 

Am 4. September sollten die Tarifverhandlungen weiter gehen. Die MDR-Chefs unterbreiteten ein Angebot: Erhöhung der Gehälter und Honorare um 2,2 Prozent in diesem Jahr und um 2,35 Prozent in 2018, aber keine Erhöhung der Sonn- und Feiertagshonorare und kein Familienzuschlag. Das war weit von dem Forderungskatalog der Gewerkschaften entfernt. Spontan traten die Mitarbeiter in einen neuen Warnstreik. Mit deutlichen Folgen: "MDR-Aktuell" fiel aus, ebenso wie das MDR-Magazin "Brisant" in der ARD.

 

Es ist an der Geschäftsführung des Senders, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Andernfalls gibt es noch mehr geplatzte Sendetermine.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

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